Die Teenager nutzten den Igel als Fußball (Symbolbild). Quelle: Armin Weigel/dpa

Teenager spielt mit Igel Fußball – Tier stirbt

Insgesamt sechs junge Menschen haben vor einem Jahr in Rostock einen Igel so schwer misshandelt, dass er kurze Zeit später starb. Nun hat das Amtsgericht Rostock einen der Täter, einen 19-Jährigen, zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Der junge Mann hat den Igel einmal fest getreten.

Zeugen und ein beteiligtes Mädchen, das heute 16 Jahre alt ist, hatten ausgesagt, dass die Gruppe mit dem Igel wie mit einem Ball gespielt habe, berichtet die „Ostsee-Zeitung“. Sie hätten das Tier hin- und hergeworfen, getreten und gegen einen Autoreifen geschleudert – so stark, dass die Stacheln fest im Reifen stecken blieben. Zwei Anwohner retteten den Igel und brachten ihn in eine Tierklinik, wenige Stunden später war er tot.

Staatsanwaltschaft sicher: Tier starb durch grobe Misshandlungen

Es habe zwar keine Obduktion gegeben, wie das Gesetz vorsieht, deshalb sei die Todesursache nicht feststellbar. Aber laut Staatsanwaltschaft ist nach den Zeugenaussagen klar, dass das Tier nur aufgrund der groben Misshandlungen gestorben sein kann.

Der Angeklagte, der nach eigenen Aussagen ein Anti-Gewalt-Training gemacht und sich von diesen Freunden losgesagt hat, galt nicht als Haupttäter in dem Fall. Der mutmaßliche Haupttäter gilt als gefährlich und ist untergetaucht.

RND/msk