FILE - In this Wednesday Aug. 1, 2007 file photo, a black bear walks across the ground in Lyme, N.H. A Maine legislative committee decided in late May 2019 that proposals to overhaul the state's bear hunting rules will have to wait until the next legislative session in January. The bear population of Maine has grown from about 23,000 in 2004 to more than 35,000 in 2019, the largest bear population on the East Coast. (AP Photo/Cheryl Senter, File) | Quelle: picture alliance/AP Photo

Gefährliche Bären-Plage in Japan: Drohnen sollen Tiere mit Feuerwerk verjagen

Tokio. Angesichts sich häufender gefährlicher Aufeinandertreffen von Bären mit Menschen werden in Japan nun Drohnen zum Aufspüren der Tiere eingesetzt. Wie die Zeitung „Nihon Keizai Shimbun“ am Dienstag aus der Provinz Ishikawa berichtete, sind die von lokalen Bürgergruppen und der Feuerwehr eingesetzten Drohnen mit Wärmebildkameras ausgestattet.

Mittels Infrarotstrahlen könnten damit Bären gesichtet werden, die sich in der Dunkelheit und in hohem Gras verstecken. Sobald ein Bär auf diese Weise aufgespürt werde, werde er mit Feuerwerkskörpern verjagt, hieß es. Hintergrund ist eine Zunahme an Zwischenfällen mit Bären, bei denen immer wieder Menschen verletzt werden. Auch in anderen Provinzen wie Niigata herrscht Bärenalarm.

Bären kommen Menschen immer näher

In Niigata wurde unlängst eine ältere Frau von einem Bären beim Arbeiten auf ihrem Bauernhof angefallen und tödlich am Kopf verletzt. Ein Grund, warum sich die Bären vor ihrem Winterschlaf häufiger menschlichen Siedlungen nähern, ist Experten zufolge, dass sie nicht genug Bucheckern in den Bergwäldern finden. Hinzu kommt, dass immer mehr ländliche Gegenden in Japan wegen Überalterung der Bevölkerung verwaisen und sich die Tiere deshalb dort zunehmend hintrauen.

RND/dpa