Der für eine satirische Rede bekanntgewordene Abiturient Fiete Korn aus Prerow absolvierte im Dezember ein Praktikum bei Böhmermann. Quelle: Sven Hoppe/Stefan Sauer/dpa

Praktikum von Fiete Korn zu Ende: Jan Böhmermann bedankt sich

Mit seiner Rede ist Abiturient Fiete Korn bundesweit bekannt geworden. Er kritisierte in einer Rede seinen Schulleiter, der ihn daraufhin anzeigte. Korns Abrechnung mit seinem Direktor hat auch Satiriker Jan Böhmermann mitbekommen und lud den 18-Jährigen zu einem Praktikum bei seinem „ZDF Magazin Royale“ ein – Korn nahm an.

„Alle sind total nett hier. Ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben“, berichtete der Praktikant von seinem ersten Tag. Klassische niedere Praktikantenjobs wie Kaffee kochen, Papierkram sortieren oder das Telefon verwalten musste er nicht erfüllen. „Es fühlt sich hier alles sehr gut an. Ich bin hier mittendrin im Team gelandet“, sagte Korn.

Böhmermann postet Selfie

Nun sind die zwei Wochen rum und das Praktikum ist beendet. Sein Chef Jan Böhmermann bedankte sich auf humorvolle Weise via Twitter bei dem 18-Jährigen: „Auf Wiedersehen, Fiete! Vielen Dank, dass das ZDF-Magazin-Team und ich 14 Tage Praktikum bei Dir machen durften. Wir haben viel von Dir gelernt!“, schreibt der Satiriker am Donnerstagabend. Dazu postet er ein Selfie der beiden, auf dem sie eine Grimasse schneiden.

Fiete Korn hatte auf dem Abiball seiner Schule in Prerow (Mecklenburg-Vorpommern) in einer zweiminütigen Stegreifansprache die Art und Weise kritisiert, wie die Schulleitung mit den Schülern umgehe. Er „bedankte“ sich für Schulverweise anderer Schüler und dafür, dass Schüler motiviert worden seien, ihre Mitschüler zu überwachen. Die Rede hatte ein Mitschüler gefilmt und über die sozialen Netzwerke verbreitet.

Der Schulträger nannte die Vorwürfe des Abiturienten „unberechtigt beziehungsweise aufgebauscht“. Der Direktor erstattete Anzeige gegen den 18-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft Stralsund stellte die Ermittlungen aber später ein. Sie habe keine hinreichenden Belege gefunden, die den Tatvorwurf der üblen Nachrede und Beleidigung ausreichend bestätigen, hieß es.

RND/nis/dpa