Mit den milderen Temperaturen steigt auch die Hochwassergefahr in den kommenden Tagen. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/

Temperatursprung um 15 Grad: So wird das Wetter ab Dienstag

Der schneereiche Winter ist erst mal vorbei. Ab Dienstag steigen in ganz Deutschland die Temperaturen wieder an und bringen vor allem in der ersten Wochenhälfte viel Regen mit sich. „Es wird jetzt relativ schnell recht warm. Und durch die dadurch entstehenden großen Tauwettermengen in Verbindung mit Regen kann es regional auch zu Hochwasser kommen“, erklärt Meteorologe Jürgen Schmidt von dem Wetterportal WetterKontor.

Eisregen- und Hochwassergefahr im Süden

Grund für den Wetterumschwung seien Tiefdruckgebiete aus dem Westen. Seit dem zweiten Weihnachtstag hätten Ostwinde für die relativ kalte Luft in Deutschland gesorgt, das ändere sich jedoch bereits in der Nacht zu Dienstag, so Schmidt. Der Übergang von besonders niedrigen zu Plusgraden sei zu dieser Jahreszeit besonders problematisch: „Da kommt es oft zu Eisregen.“ Vor allem im Osten sowie Süden Deutschlands und in den höheren Lagen bestehe daher für die kommenden Stunden und die Nacht Glättegefahr.

Bis zu elf Grad im Laufe der Woche

Am Dienstag seien am Rhein dann schon Temperaturen bis zu neun Grad möglich. „Da kann es auch anfangs noch glatt werden, wenn diese Niederschlagsgebiete an den Rhein ziehen.“ Am Mittwoch steigen die Temperaturen dann nochmals auf bis zu elf Grad im Westen an. Im Osten werden deutlich über fünf Grad erreicht. Bis hoch in die Mittelgebirge werde es daher deutlich antauen, sogar im Hochschwarzwald. „Die ganz schöne Winterlandschaft wird erst mal zerstört“, so Schmidt. In weiten Teilen Deutschlands ist darüber hinaus mit Wolken und Regenschauern zu rechnen, nur im Süden bleibt es überwiegend sonnig.

Danach bleibt es die restliche Woche bei zwei bis elf Grad weiterhin eher mild. Am Donnerstag zieht ein Mix aus Sonne und Regenschauern über Deutschland hinweg, der vor allem im Süden für einige Sonnenstunden sorgt.

Zum Wochenende hin wird es gebietsweise wieder etwas kälter, sodass auch in den höheren Lagen von 700 bis 800 Meter wieder Schnee möglich ist. In den niedrigeren Lagen sind ebenfalls vereinzelte Schneeschauer am Sonntag möglich, diese bleiben jedoch nicht liegen. „Der Flachlandwinter ist erst mal vorbei“, resümiert Diplom-Meteorologe Jürgen Schmidt.

RND/al