Die Polizei berichtet von zwölf Toten. (Symbolbild) Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa

Zwölf Leichen auf Landstraße in Mexiko entdeckt: Streit zwischen Viehzüchtern als Auslöser?

Las Choapas. Auf einer mexikanischen Landstraße sind die Leichen von zwölf getöteten Menschen entdeckt worden. Das teilte die Polizei des östlichen Bundesstaates Veracruz am Montag mit, ohne Einzelheiten zu den Umständen der Todesfälle zu nennen.

Der Gouverneur von Veracruz, Cuitláhuac García, schrieb auf Facebook, das Blutvergießen sei nach ersten Erkenntnissen das Resultat von Auseinandersetzungen und Drohungen zwischen Viehzüchtern. Nach örtliche Medienberichten waren manche der Opfer gefesselt. Unter ihnen sei ein Anführer einer Bürgerwehr, berichtete die Zeitung „El Diario de Xalapa“.

Viel Gewalt seit Ausbruch des Drogenkriegs in Mexiko

Mexiko erlebt immens viel Gewalt, seit der sogenannte Drogenkrieg Ende 2006 ausbrach, als die damalige Regierung dem organisierten Verbrechen den Krieg erklärte. Nach jüngsten Statistiken werden dort fast 100 Morde pro Tag registriert - in Deutschland waren es 2019 insgesamt 245.

Viele der Toten gehen auf das Konto von Kartellen und Gangs, die am Drogenschmuggel in das Nachbarland USA beteiligt sind, aber auch etwa durch Entführung und Erpressung Geld einnehmen. Oft haben sie Verbindungen zu Sicherheitskräften. Die meisten Verbrechen in dem nordamerikanischen Land mit knapp 130 Millionen Einwohnern werden nie aufgeklärt.

RND/dpa