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Ein Kriminaltechniker bringt einen Plastikbeutel zum Wagen. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa

Offenbar Serientäter: Dritte Briefbombe nach Explosion bei Lidl abgefangen

Heidelberg. Nach der Briefexplosion in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm und einer Paketexplosion bei dem „Capri-Sonne“-Produzenten ADM Wild in Eppelheim ist in der Nacht zu Donnerstag in einem Paktverteilzentrum beim Flughafen München eine dritte Briefbombe abgefangen und entschärft worden – sie war an ein ein Lebensmittelunternehmen mit Sitz in Bayern adressiert.

Bei den Explosionen in Eppelheim und in Neckarsulm werde derzeit von einem Tatzusammenhang ausgegangen, heißt es in einer Mitteilung der der Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Landeskriminalamts Baden-Württemberg. Die bei den Detonationen verletzten Personen hätten das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen.

Am Donnerstag sei außerdem eine Sonderkommission aus Angehörigen des Landeskriminalamts Baden-Württemberg sowie der Polizeipräsidien Heilbronn, Mannheim und Ulm mit über 100 Beamten eingerichtet worden. Auch das Bayerische Landeskriminalamt ist daher eng in die Ermittlungen eingebunden.

Explosion bei Lidl, Verpuffung bei Getränkehersteller

Derzeit prüfen Spezialisten sämtliche an den Tatorten und der entschärften Sendung gesicherten Spuren, um möglichst rasch dem Täter oder den Tätern auf die Spur zu kommen, wie es hieß.

In der Lidl-Zentrale in Neckarsulm war es am Mittwoch beim Öffnen eines Briefes zu der Explosion gekommen. Ein Mensch wurde dabei mittelschwer verletzt, zwei weitere Menschen wurden leicht verletzt. Am Tag zuvor war es in der Warenannahme des Getränkeherstellers in Eppelheim (Rhein-Neckar-Kreis) beim Öffnen eines Pakets zu einer Verpuffung gekommen. Dabei wurde ein Mitarbeiter verletzt, er erlitt ein Knalltrauma. Beide Tatorte liegen in Baden-Württemberg.

RND/seb/dpa