Der Tatort in der schwedischen Stadt Vetlanda. Quelle: imago images/TT

Axtattacke auf Passanten in schwedischer Stadt: Offenbar doch keine Terrortat

Stockholm. Die Polizei in Schweden geht nicht mehr davon aus, dass der Angriff auf mehrere Menschen in der Stadt Vetlanda eine Terrortat war. Der zuständige Staatsanwalt sagte der schwedischen Nachrichtenagentur TT am Donnerstag, gegen den mutmaßlichen Täter werde nun wegen versuchten Mordes ermittelt. „Derzeit gibt es nichts Konkretes, das in eine andere Richtung weist, aber wir befinden uns noch am Anfang der Ermittlungen“, sagte Adam Rullman.

Der Angriff fand am Mittwoch im Zentrum der Kleinstadt Vetlanda in Südschweden statt. Der mutmaßliche Täter, ein Mann in den Zwanzigern, hatte offenbar wahllos Passanten mit einer Waffe angegriffen. Dabei wurden drei Menschen lebensgefährlich verletzt, meldete die schwedische Nachrichtenagentur TT am Donnerstag unter Berufung auf die betroffenen Krankenhäuser der Region Jonköping. Zwei Menschen seien schwer verletzt worden, weitere zwei mittelschwer und eine Person leicht verletzt. Die Polizei in Jonköping konzentrierte sich am Donnerstag auf die Vernehmung von Zeugen der Tat. Am Nachmittag (15 Uhr) wollte sie bei einer Pressekonferenz weitere Einzelheiten mitteilen.

Täter bei Festnahme angeschossen

Der junge Mann hatte am Mittwoch im Zentrum von Vetlanda zahlreiche Menschen offenbar mit einer Axt angegriffen. Der mutmaßliche Täter wurde bei der Festnahme angeschossen und liegt ebenfalls im Krankenhaus. Er soll der Polizei wegen kleinerer Straftaten bekannt gewesen sei.

Das Motiv der Tat war zunächst unklar. Details in der Ermittlung gäben Anlass, ein mögliches terroristisches Motiv zu untersuchen, hieß es zunächst am Mittwochabend in einer Mitteilung der Polizei.

RND/dpa/AP