Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen neben der verunglückten Lok. Quelle: Benjamin Nolte/dpa

Zugunfall nahe der dänischen Grenze: Lokführer wird schwer verletzt

Süderlügum. Ein Zug ist in Schleswig-Holstein nahe der Grenze zu Dänemark auf sieben Güterwaggons aufgefahren und hat so einen schweren Bahnunfall verursacht. Ein zwölf Tonnen schwerer Wagen sei hochgeschoben worden und auf die Lok gestürzt, teilte die Bundespolizei in der Nacht zum Mittwoch mit. Der Lokführer wurde dabei eingeklemmt. Er kam nach dem Unglück am späten Dienstagabend mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus.

Der Zug sollte den Angaben nach auf der Strecke von Niebüll im Kreis Nordfriesland nach Tondern in Dänemark die sieben Güterwaggons ankoppeln. Dabei sei es auf einem Abstellgleis in Süderlügum zu dem Unfall gekommen. Ein weiterer Waggon rage nun senkrecht in die Höhe. Die restlichen Wagen seien ebenfalls angehoben worden oder entgleist.

Nach dem Unfall ist die Bahnstrecke Niebüll- Tondern (Dänemark) am Mittwochvormittag weiterhin gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet. Wie lange die Strecke gesperrt bleibt, war zunächst unklar. Die Aufräumarbeiten gestalteten sich laut Bundespolizei schwierig. Die Unfallursache sei nun Gegenstand der Ermittlungen, hieß es.

RND/dpa