Freitag , 2. Dezember 2022
Anzeige
Rechnet mit weiterhin fallenden Infektionszahlen: Claus Ruhe Madsen, Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/

Neun Tage nach Höchstwert: Inzidenz in Rostock hat sich halbiert

Geschieht gerade ein Wunder in Rostock? Die Corona-Zahlen gehen derzeit in der Hansestadt offenbar stark nach unten, wie die „Ostsee-Zeitung“ (OZ) in ihrer Onlineausgabe berichtet. Die Inzidenz von 89,4 ist jetzt die niedrigste im nördlichen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Die Politik rechnet weiterhin mit fallenden Zahlen

Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) geht auch von weiter sinkenden Zahlen aus und hofft darauf, ab dem 3. Mai die Schulen wieder öffnen zu dürfen. Auch Gesundheitssenator Steffen Bockhahn (Die Linke) rechnet mit weiterer Besserung.

Vor Kurzem hatte es in Rostock noch drastisch ausgesehen. Dass man erst vor neun Tagen, am 12. April, die höchste Fallzahl in Rostock während der gesamten Pandemie melden musste, lag indes an Verzerrungen: „In diesen 78 Fällen waren etliche Nachmeldungen aus den Tagen davor enthalten. Zum Beispiel gab es einen Teststau in einem Labor“, wird Bockhahn in der OZ zitiert.

Zwei größere Ausbruchsgeschehen habe es gegeben – ausgelöst durch einen Reiserückkehrer und eine Hochzeitsfeier. Inzwischen werden die 78 Fälle nicht mehr einbezogen in die Wocheninzidenz, am Dienstag seien „nur“ 36 Fälle registriert worden.

Und das obwohl bis Sonntag noch die Läden geöffnet gehabt hätten. „Der neue Lockdown macht sich in den aktuellen Zahlen noch gar nicht bemerkbar. Dessen Effekt wird sich frühestens ab Anfang kommender Woche in den Zahlen zeigen“, sagte der Oberbürgermeister.

RND/big