Der Moderator Günther Jauch ist weiterhin in Quarantäne. Quelle: Henning Kaiser/dpa

Günther Jauch: Hassnachrichten und Morddrohungen von Impfgegnern

Bereits mehr als zwei Wochen ist Moderator Günther Jauch wegen seiner Corona-Infektion in Quarantäne. Und noch immer darf er das Haus nicht verlassen, wie er am späten Mittwochabend bei „Stern TV“ berichtet. Dort ist er live per Video hinzugeschaltet. „Es geht mir im Prinzip ganz gut, aber ich werde das Virus nicht los. Ich teste und teste und teste und es ist immer noch da“, sagt er. Die Viruslast sei weiterhin hoch.

Deshalb ist auch ungewiss, ob Jauch an seiner Liveshow „Denn sie wissen nicht, was passiert“, die er bereits zweimal verpasste, am kommenden Samstag teilnehmen kann. „Stand heute geht es nicht“, so der Moderator. „Aber vielleicht kann ich mich freitesten, dann ginge es. Aber es ist noch völlig offen.“ Er habe die ganze Sache anfangs unterschätzt und gedacht, dass es schneller vorbeigehe.

Jauch bekommt Hassnachrichten wegen Impfkapagne

Mittlerweile überwacht Jauch auch mit einem Gerät die Sauerstoffsättigung in seinem Blut, wie er in der Videoschalte zeigt. „Man weiß ja, dass Covid-19 auf die Lunge gehen soll“, erklärt er. Darum führe er nun diese Messungen durch. Allzu viele Sorgen macht er sich aber trotzdem nicht: „Ich bin von Natur aus angstfrei und bin da optimistisch“, so der 64-Jährige, der mit seinem Alter schon zur Risikogruppe gehört. Vielen anderen Menschen gehe es wesentlich schlechter als ihm mit dem Virus. „Umso mehr wundere ich mich über die, die das leugnen“, spricht er ein wichtiges Thema an.

Dann berichtet er auch, dass er zahlreiche Hassnachrichten bekommt. Der Grund: Er ist das Gesicht einer Impfkampagne. Jauch liest einige der Nachrichten vor, in denen ihm unter anderen vorgeworfen wird, sich „mitschuldig am größten Verbrechen der Menschheit“ zu machen oder sogar konkrete Morddrohungen ausgesprochen werden – und das unter anderem unter vollem Namen, wie er berichtet. „Da mit den Leuten in Diskussionen einzutreten, fällt mir mittlerweile schwer“, sagt er weiter dazu und nennt als Beispiel Bill-Gates-Verschwörungstheorien, die ihn erreichen. „Wo fangen sie da eine Diskussion an?“

RND/hsc