Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner. Quelle: picture alliance/dpa

Wiesn-Chef hält Oktoberfest-Absage für „völlig richtig“ und macht Hoffnung auf 2022

München. Der Wiesn-Chef und Münchner Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) wertet die Absage des Oktoberfestes als richtigen Schritt. „Es sah eine Zeit lang so aus, als könne das Oktoberfest in diesem Jahr stattfinden. Die Hoffnung hat sich wegen einer dritten Infektionswelle nun leider zerschlagen“, teilte Baumgärtner am Montag dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) auf Anfrage mit. Weiter sagte er: „Die Entscheidung des Oberbürgermeisters und des Ministerpräsidenten ist völlig richtig – nicht nur aus Rücksicht auf die Gesundheit der Besucher, sondern auch aus Rücksicht auf den guten Ruf des Münchner Oktoberfestes als qualitätsvolles, sicheres Fest. Deshalb unterstütze ich sie ausdrücklich.“

Er setze nun auf das Oktoberfest 2022 – und rechne dann mit großem Zulauf. „Ich bin ganz sicher, dass es sehr, sehr gut besucht sein wird, weil die Menschen hungrig und durstig sind nach der Wiesn“, sagte der Wiesn-Chef.

„Keine wie auch immer geartete Ersatzveranstaltung für Oktoberfest“

„Ein schwerer Schlag“ sei die erneute Absage laut Baumgärtner auch für die Schausteller der Wiesn, vom Festwirt über den Karussellbetreiber bis zum Brezelverkäufer. Dennoch lehnt er – zum wiederholten Male – ein Oktoberfest in anderer Form strikt ab. Fest stehe für ihn: „Es wird keine wie auch immer geartete Ersatzveranstaltung für das Münchner Oktoberfest geben.“ Damit bezieht sich der Wiesn-Chef wohl auf die kürzlich bekannt gewordenen Pläne eines Oktoberfestes in Dubai. „Über eine Neuauflage des Sommers in der Stadt wollen wir aber zum Beispiel nachdenken.“

Zuvor hatten Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bekannt gegeben, dass das Oktoberfest wegen der Corona-Pandemie auch dieses Jahr nicht stattfinden wird. Bereits 2020 war die Wiesn abgesagt worden – zum ersten Mal seit gut 70 Jahren.

RND/dpa