Dienstag , 29. November 2022
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Raureif hat sich auf einer Taubnessel gebildet. Quelle: Sina Schuldt/dpa

Beginn der Eisheiligen: Was bedeutet das und was ist zu beachten?

Hannover. Für Bauern und Landwirte sind die Eisheiligen besonders für die Ernte von Belang. Doch was hat es mit der Zeit der sogenannten Eismänner auf sich? „Die Eisheiligen gehen auf eine alte Bauernregel zurück“, erklärt Meteorologe Jürgen Schmidt vom „Wetterkontor“ dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Sie beginnen im Norden Deutschlands am 11. Mai nach Mamertus, einem französischen Bischof des fünften Jahrhunderts, und enden mit der „kalten Sophie“ am 15. Mai.

Empfindliche Pflanzen nicht vor den Eisheiligen säen

Die Eisheiligen gelten daher als Hinweis: „Denn in dieser Zeit kann es noch mal vermehrt zu Nachtfrösten kommen“, so Schmidt. Diese Zeit sei daher insbesondere für die Bepflanzung von Äckern oder der Anzucht im eigenen Garten von Bedeutung. „Entsprechende Kulturen oder empfindlichere Pflanzen wie Bohnen oder Gurken, die bei Frost Schäden davontragen, sollten nicht vor den Eisheiligen gepflanzt werden.“

„Meistens finden die Eisheiligen jedoch nicht in genau dieser Phase statt“, weiß der Meteorologe. „Es kann auch mal ein paar Tage früher oder später sein.“ Mitte Mai gelte es daher besonders auf die Temperaturen am Boden zu achten, die häufig noch mal zwei bis drei Grad kühler sind, als die gemessenen Temperaturen in etwa zwei Metern Höhe.

Eisheiligen bleiben 2021 aus

In diesem Jahr seien die Eisheiligen allerdings schon überstanden, erklärt Jürgen Schmidt. Die kälteste Phase sei bereits in der vergangenen Woche gewesen. In den kommenden Tage bleibe es nachts recht mild. Anfang Juni könnte es allerdings erneut etwas kühlere Nachttemperaturen geben: Dort tritt manchmal die sogenannte Schafskälte auf.

RND/al