Einen Termin im Impfzentrum zu bekommen ist nicht immer einfach. (Symbolbild) Quelle: Michael Kappeler/dpa/dpa-tmn

Ein Browsertrick erhöht in Schleswig-Holstein die Chance auf einen Impftermin – Ministerium findet das in Ordnung

Kiel. Einen Termin im Impfzentrum zu bekommen ist nicht einfach. Kein Wunder, dass da manche zu technischen Tricksereien greifen, wie aktuell in Schleswig-Holstein – und das ist in gewissem Rahmen sogar erlaubt, bestätigt ein Gesundheitsministeriumssprecher des Landes den „Kieler Nachrichten“ (KN).

Demnach sei es in Ordnung, wenn Impfwillige auf dem Portal www.impfen-sh.de ihre Erfolgsaussichten auf einen Termin erhöhen, indem sie die Webseite in einem privaten Browserfenster öffnen, dort dann beliebig viele Tabs öffnen – und für jedes Fenster eine weitere Nummer in der Warteschlange bekommen. Wie die KN berichten, funktioniere das tatsächlich nur, wenn man „privates Surfen“ aktiviert habe.

Ebenfalls hilfreich sei es demzufolge, sich an mehreren Rechnern oder in mehreren Browserfenstern anzumelden, um seine Chancen auf einen Termin zu erhöhen. „Das steht jedem offen“, so der Sprecher zu den KN. Der Ministeriumssprecher sagt aber auch, dass die Warteschlange nicht der Reihenfolge nach abgearbeitet werde, sondern mithilfe eines Zufallsgenerators. Wer aber mehrere Nummern in der Warteschleife hat, hat also auch höhere Chancen, ausgewählt zu werden.

Was allerdings nicht erlaubt sei, seien Verfahren, die in die technische Struktur der Terminvergabe eingreifen, kommerziell angelegt sind und das Angebot an kostenfreien Terminen verknappen.

RND/hsc