Demonstrantinnen und Demonstranten bereiten die Boots-Demo der Clubszene für weitere Corona-Lockerungen am Sonntag vor. Quelle: imago images/Jürgen Held

Party trotz Pandemie? Dehoga fordert Disko-Öffnungen und Clubszene demonstriert auf Booten

München. Angesichts nächtlicher Outdoor-Partys in Bayern fordert der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) erneut die Öffnung von Clubs und Diskotheken. „Die Erfahrungen zeigen doch: Die Menschen treffen sich zum Feiern“, sagte der Landesgeschäftsführer Thomas Geppert. „Die Frage ist doch nur, will ich das irgendwo in einem ungeschützten Raum ohne jegliche Auflage und Nachverfolgbarkeit oder biete ich sichere Bereiche.“

Aus seiner Sicht würde die Öffnung von Clubs „sofort Entspannung schaffen und für mehr Sicherheit sorgen und zudem die Akzeptanz anderer Maßnahmen erhöhen“.

Demonstration in Berlin

Auf Booten und mit lauter Musik demonstrierten derweil die Mitglieder der Berliner Party- und Clubszene am Sonntag für mehr Freiheit beim Feiern. „Vermeidet Kulturalschaden“ und „Kultur, Du Opfer“, stand auf Transparenten. Mit mehreren Booten zogen sie über den Landwehrkanal. An den Ufern tanzten Schaulustige mit. Für den Abend war eine „Abschlusstanzkundgebung“ am Treptower Park geplant.

Die Veranstalter kritisieren, dass Sport im Freien in Gruppen und ohne Abstand möglich sei, Tanzen werde aber auch künftig strenger reglementiert. Seit Freitag kann in den Berliner Clubs draußen wieder getanzt werden. Die Besucher müssen negative Tests vorweisen und zum Teil Masken tragen.

RND/dpa