Mittwoch , 22. September 2021
In Seoul dürfen Besucherinnen und Besucher von Fitnessstudios nicht mehr schneller als sechs Stundenkilometer auf Laufbändern laufen (Symbolbild). Quelle: Archiv

Neue Corona-Regeln in Fitnessstudios in Seoul: Schnelle Songs wie „Gangnam Style“ sind verboten

Seoul. Die Zahl von Corona-Neuinfektionen in Südkorea steigt. Im ganzen Land werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wieder verschärft. So auch in der Hauptstadt Seoul. Dort werden nach einem weiteren Tageshöchstwert an Neuinfektionen am Freitag ab der kommenden Woche Treffen ab drei Personen untersagt, Nachtclubs und Kirchen geschlossen und Kliniken und Pflegeheime für Besucher gesperrt.

Außerdem verschärft Seoul die Maßnahmen bei Besuchen von Fitnessstudios. So ist es bereits verboten bei Gruppentrainings in den Einrichtungen Musik mit einem Tempo von mehr als 120 bpm (Beats per minute, Schläge pro Minute) zu hören, berichten mehrere Medien und die Nachrichtenagentur AFP.

Der Welthit „Gangnam Style“ hat ein Tempo von 132 bpm und darf somit nicht mehr in den Studios gespielt werden. Dagegen erlaubt bleiben einige Lieder der südkoreanischen Boygroup BTS wie „Dynamite“ (114 bpm) oder „Butter“ (110 bpm).

Auf Laufbändern ist nur noch Gehtempo erlaubt

Doch damit nicht genug: Laufbänder dürfen in den Fitnessstudios in Seoul nur noch mit maximal sechs Stundenkilometer genutzt werden. Das entspricht etwa einem leicht erhöhten Tempo beim Gehen.

Die Behörden erhoffen sich durch die neuen Regeln, dass die Bescherinnen und Besucher von Fitnessstudios nicht zu heftig atmen und schwitzen. Damit soll das Virus im Falle einer Corona-Infektion nicht so stark weitergegeben werden.

Zuletzt waren in Südkorea die Neuinfektionen mit dem Coronavirus Behördenangaben zufolge auf mehr als 1000 Fälle pro Tag gestiegen. Es handelt sich dabei um die bislang höchste Ansteckungsrate in Südkorea seit Beginn der Pandemie.

RND/nis/dpa