Mittwoch , 22. September 2021
Die US-Amerikanerin Amanda Knox stand jahrelang im Mittelpunkt eines Justizdramas.

Amanda Knox nach Fehlgeburt wieder schwanger

In ihrem Podcast „Labyrinths“ hat die durch den Mordfall Meredith Kercher bekannt gewordene Amanda Knox verraten, dass sie erneut schwanger sei. Erst Anfang Juli sprach die 34-Jährige über eine Fehlgeburt. „Gott sei Dank, wir haben es geschafft“, ruft Knox in der aktuellen Folge des Podcasts, den sie gemeinsam mit ihrem Mann Christopher Robinson (39) betreibt, nachdem sie während der Aufzeichnung einen Schwangerschafts­test machte. Die beiden sind seit 2020 verheiratet.

Die Zuhörerinnen und Zuhörer können Knox und Robinson auf ihrem Weg bis hin zur Geburt begleiten. Sie kündigen eine Miniserie in ihrem Podcast an. „Wir haben unsere Erlebnisse seit dem ersten Tag aufgezeichnet. Bleiben Sie dran für unsere nächste Miniserie – 280 Tage, in denen wir Sie auf eine intime Reise von der Empfängnis bis zur Geburt mitnehmen“, sagt Knox, die nach der Ermordung der britischen Studentin Meredith Kercher im italienischen Perugia 2007 weltweit als „Engel mit den Eisaugen“ in die Schlagzeilen geriet.

„Der Engel mit den Eisaugen“

Die US-Bürgerin und ihr damaliger Freund Raffaele Sollecito gerieten unter Verdacht, die damals 21-jährige Mitbewohnerin von Knox ermordet zu haben. Beide wurden zunächst schuldig gesprochen. Seit November 2007 inhaftiert, wurde Knox im Dezember 2009 wegen Mordes zu 26 Jahren Haft verurteilt und verbrachte insgesamt vier Jahre in einem italienischen Gefängnis.

2011 wurde sie nach einer Berufungs­verhandlung entlassen, bis das höchste italienische Gericht die Urteile 2015 letztinstanzlich aufhob. Ein anderer Mann verbüßt eine 16-jährige Haftstrafe für die Tat. 2019 sprach ihr der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg eine Entschädigung in Höhe von 18.000 Euro vom italienischen Staat zu.

RND/nis mit AP