„Ein Doppelwunder“: Daphne (28) mit Vaia und Robert (29) mit Rhea. Quelle: Katrin Kutter

Zwillinge kommen drei Monate zu früh zur Welt und überleben: „Ein Doppelwunder“

Hannover. Ein Zwillingspärchen ist in Hannover drei Monate zu früh auf die Welt gekommen und hat sich, obwohl beide stark untergewichtig waren, inzwischen ins Leben gekämpft, berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ). Die eine Schwester wog demnach bei der Geburt 890 Gramm und die andere lediglich 390 Gramm. Normalerweise wiegen Neugeborene bei der Geburt zwischen 3000 und 4000 Gramm.

Die Schwangerschaft sei bis zur 22 Wochen komplikationsfrei gewesen, berichteten die Eltern Daphne und Robert der Zeitung. Dann entdeckten die Ärzte bei einer Schwester eine Entwicklungs­störung, sie war im Bauch der Mutter unterversorgt. Die werdende Mutter wurde stationär in einer Frauenklinik aufgenommen. „Immer wieder war die Lage lebensbedrohlich für beide Mädchen“, sagt Vater Robert.

Schon in der 27. Woche holten Mediziner die Zwillinge per Kaiserschnitt auf die Welt. Vaia wog mit 890 Gramm viel zu wenig. Und Rhea nur 390 Gramm. „Sie war so groß wie ein Blatt Papier und nicht viel schwerer“, sagt ihr Vater. Und trotzdem ging es den Zwillingen gut, sogar die kleine Zwillingsschwester atmete selbstständig.

Drei Monate mussten die Schwestern im Krankenhaus bleiben, heute sind die Babys zu Hause, wohlauf und wiegen 2500 Gramm und 1000 Gramm. „Das ist für mich ein Wunder“, sagt die Mutter der HAZ, „ein Doppelwunder.“

RND/lka

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