Ein ehemaliger Landwirt soll 850 Schweine sich selbst überlassen haben (Archivfoto). Quelle: imago images/Martin Wagner

850 Schweine auf verlassenem Hof verendet – Tiere wohl schon seit Jahren tot

Garrel. Nach dem Fund von 250 toten Schweinen auf einem verlassenen Hof im Landkreis Cloppenburg haben Polizei und Veterinäramt in einem Maststall weitere Tierkadaver entdeckt. Gefunden wurden demnach 600 tote Tiere, die „augenscheinlich bereits vor vielen Jahren verendet sein dürften“, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Den Angaben zufolge steht ein 49 Jahre alter ehemaliger Landwirt unter Verdacht, bereits 2012 zahlreiche Aufzuchtschweine auf seinem früheren landwirtschaftlichen Betrieb in Nikolausdorf sich selbst überlassen, nicht versorgt und damit deren Tod verursacht zu haben. Der Hof des 49-Jährigen sei nach dessen Wegzug in den Landkreis Oldenburg im Jahr 2018 nach wie vor unbewohnt und leerstehend. In einem Maststall des Hofes hatte das Veterinäramt bei einer Überprüfung Ende August etwa 250 Kadaver von Aufzuchtschweinen gefunden.

Zu Wochenbeginn seien in Anwesenheit der Polizei zwei weitere Mastställe des betroffenen Hofes, die ebenfalls Eigentum des 49-Jährigen seien, vom Veterinäramt überprüft worden, teilte die Polizei mit. In einem dieser Ställe wurden 600 Kadaver gefunden, insgesamt geht es damit um rund 850 Schweinekadaver.

Tierhalter muss Kadaver beseitigen

In Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt ermittelt die Polizei wegen Verstoßes gegen das Tierschutz- und Tierkörperbeseitigungsgesetz gegen den Mann. Der 49-Jährige müsse sich als ehemaliger Tierhalter aber „auch seiner Verantwortung einer zeitnahen sach- und fachgerechten Beseitigung der tierischen Überreste stellen“.

RND/dpa/esc

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