Kerstin Ott distanziert sich von Nena. (Archivbild) Quelle: imago images/Eibner

Sängerin Kerstin Ott über Nena und Xavier Naidoo: „Mit dem Kopf gegen irgendeine Wand gerannt“

In ihrem neuen Album „Nachts sind alle Katzen grau“ äußert sich Kerstin Ott mit ihren Songtexten immer wieder gesellschaftskritisch. Auch zu Sängerin Nena und Verschwörungstheoretiker Xavier Naidoo hat Ott eine klare Meinung: „Grundsätzlich kann ich diese Aluhut-Geschichten überhaupt nicht nachvollziehen“, sagt sie in einem Interview mit gmx.net.

Darin spricht die 39-Jährige auch über die Verantwortung, die Musiker und Musikerinnen mit großen Namen wie Nena und Xavier Naidoo gegenüber anderen hätten: „Ich finde das sehr schlimm und glaube, dass diese Menschen ihre Macht manchmal unterschätzen.“ Sie bezweifle, dass die beiden den „richtigen Ansatz verfolgen“: „Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie mit dem Kopf gegen irgendeine Wand gerannt sind.“

Sängerin Kerstin Ott appelliert an Vorbildfunktion

Kerstin Ott betont in dem Interview, dass jedem und jeder eine eigene Meinung zustehe, der man nicht mit Anfeindungen begegne. Dennoch müssten sich Personen des öffentlichen Lebens auch ihres Einflusses bewusst sein: „Insbesondere Menschen mit Vorbildfunktion sollten jedoch darauf achten, was sie damit auslösen können, wenn sie vor Tausenden von Menschen sprechen“, sagt sie gmx.net. Ott verweist damit auf das Verhalten von Sängerin Nena, die bei Konzerten mit Aussagen gegen die Corona-Maßnahmen für Diskussionen gesorgt hatte.

Nena hatte sich in der Vergangenheit bei Instagram öfter mit Sänger Xavier Naidoo solidarisiert, der durch die Verbreitung von Verschwörungstheorien und rassistischen Aussagen seit Längerem in der Kritik steht. Kürzlich hat Nena ihre komplette Tour für 2022 aufgrund der coronabedingten Einschränkungen abgesagt. „Ich mache da nicht mit“, so ihre Begründung.

RND/al