Die mutmaßlich getötete Gabby Petito und ihr Freund Brian Laundrie. Quelle: imago images/ZUMA Press

Neue Suche nach Freund von Gabby Petito in Florida

North Port. Die US-Polizei hat eine neue Suche nach dem Freund der mutmaßlich getöteten Gabby Petito in Florida begonnen. Ermittler fahndeten nach Brian Laundrie wieder im Carlton-Naturschutzgebiet in der Nähe von dessen Haus, teilte die Polizei in North Port am Dienstag mit. Polizisten hatten Laundrie am Wochenende in dem 9712 Hektar großen Naturschutzgebiet nicht gefunden. Seine Eltern hatten mitgeteilt, dass er womöglich dorthin gegangen sei.

Das FBI hatte am Sonntag mitgeteilt, dass am Rande des Grand-Teton-Nationalparks in Wyoming eine Leiche gefunden worden sei. Eine Autopsie des Leichnams, bei dem es sich mutmaßlich um Petito handelt, war noch für Dienstag geplant. Laundrie ist eine Person von Interesse in dem Fall.

Die 22-jährige Petito und der 23-jährige Laundrie waren im Juli in einem Van zu einer Nationalpark-Tour aufgebrochen. Unterwegs stritten sie sich. Am 1. September kam Laundrie der Polizei zufolge ohne Petito mit dem Van zum Haus seiner Eltern in North Port zurück. In dem Haus hatten Laundrie und Petito gewohnt. Das FBI holte am Montag mehrere Kisten aus dem Zuhause. Auch ein Auto wurde abgeschleppt, das Nachbarn zufolge normalerweise von Laundries Mutter gefahren wurde.

Zeuge sah das Paar streiten

Ein Mann hatte am 12. August Laundrie und Petito im Ort Moab in Utah streiten sehen. Er rief die Polizei, um einen Fall von häuslicher Gewalt zu melden, wie aus einer Aufnahme des Anrufs hervorgeht, die das Sheriffbüro von Grand County hatte. Der Augenzeuge berichtete, er habe gesehen, wie Laundrie Petito geschlagen habe.

Petitos Vater Joseph sagte in einem Interview, das vor dem mutmaßlichen Fund ihrer Leiche aufgezeichnet wurde, dass die Familie sich Sorgen gemacht habe, nachdem sie tagelang nichts von Petito gehört habe. „Wir haben Brian angerufen, wir haben die Mutter angerufen, wir haben den Vater angerufen, wir haben die Schwester angerufen, wir haben jede Nummer angerufen, die wir finden konnten“, sagte Joseph Petito in der TV-Sendung „Dr. Phil“, die am Montag (Ortszeit) ausgestrahlt wurde. „Keine Telefonanrufe wurden angenommen, keine Textnachrichten wurden beantwortet.“ Petito sagte, er wolle, dass Laundrie und dessen Familie für das Verschwinden seiner Tochter zur Rechenschaft gezogen würden. „Denn ich sage Ihnen genau jetzt, für mich sind sie (die Eltern) genauso mitschuldig.“

Joseph Petito sagte, seine Tochter und Laundrie seien zweieinhalb Jahre zusammen gewesen. Laundrie sei „immer respektvoll“ gewesen.

RND/AP

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