Alle geflohenen Häftlinge sind wieder eingefangen worden. Quelle: AP Photo/Ariel Schalit

Nach spektakulärem Gefängnisausbruch in Israel: Häftlinge wieder hinter Gittern

Tel Aviv. Israel hat nach der Festnahme von sechs aus dem Gefängnis geflohenen Palästinensern einen Grenzübergang zum besetzten Westjordanland wieder eröffnet. Das israelische Militär teilte mit, der Grenzübergang Jalameh zum nördlichen Westjordanland sei zum ersten Mal seit der spektakulären Flucht am 6. September wieder eröffnet worden.

Die sechs Palästinenser waren über einen Tunnel aus dem Gilboa-Gefängnis in Israel ausgebrochen. Berichten zufolge hatten die Männer im Boden ihrer gemeinsamen Zelle über mehrere Monate hinweg ein Loch gegraben. Beim Ausbruch aus dem Gefängnisgebäude gelangten sie an einer schlafenden Person vorbei. Die israelische Seite betrachtet die sechs Männer als Terroristen. Fünf der sechs Männer sollen tödliche Attacken gegen Israelis ausgeführt haben.

Ausbruch in den sozialen Netzwerken gefeiert

Nach ihrem Ausbruch flohen die Männer in Zweiergruppen weiter. Die letzten beiden wurden am Wochenende in Dschenin im Westjordanland in einem Versteck umzingelt und gaben auf.

Der Zwischenfall wurde als blamabler Sicherheitsverstoß gewertet. Anwälte der Ausbrecher sagten, diese seien bei ihrer Festnahme geschlagen worden. Viele Palästinenser betrachten die Gefangenen als Helden. Der Ausbruch war von vielen in sozialen Netzwerken gefeiert worden.

RND/AP