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Ghislaine Maxwell, Ex-Partnerin von Jeffrey Epstein, sitzt in Untersuchungshaft. Sie soll Epstein geholfen haben, die Sexualverbrechen zu begehen. Quelle: imago images/ZUMA Wire/RND Montage Behrens

Prozess gegen Epstein-Freundin Maxwell: Geschworenenauswahl findet öffentlich statt

New York. Eine Richterin hat einen Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit von der Auswahl der Geschworenen im Prozess gegen die Epstein-Freundin Ghislaine Maxwell abgelehnt. „Wir sind uns alle dessen bewusst, dass es ein starkes Interesse der Medien und Öffentlichkeit in diesem Fall gegeben hat“, sagte die US-Bezirksrichterin Alison J. Nathan am Donnerstag. Die Verteidigung hatte beantragt, dass die Geschworenen hinter verschlossenen Türen in New York ausgewählt werden.

Maxwell weist Vorwürfe zurück

Die Verteidigung hatte argumentiert, die Geschworenenkandidaten sollten ohne die Öffentlichkeit befragt werden, weil ihnen dabei intime Fragen gestellt werden könnten, zum Beispiel, ob sie sexuell misshandelt worden seien.

Maxwell, der Tochter eines britischen Zeitungsunternehmers, wird vorgeworfen, sie habe Mädchen im Teenageralter für sexuellen Missbrauch durch den Finanzier Jeffrey Epstein beschafft. Sie hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Epstein tötete sich 2019 in einem Gefängnis in Manhattan. Maxwell befindet sich seit ihrer Festnahme im Juli 2020 in einem Gefängnis.

Die Geschworenenauswahl soll am 4. November beginnen. Die Eröffnungsplädoyers im Prozess sollen am 29. November starten. Nathan lehnte auch einen Antrag der Verteidigung ab, der Öffentlichkeit einen Fragebogen vorzuenthalten, den etwa 600 mögliche Geschworenen bekommen sollen. Wenn die Öffentlichkeit den Fragebogen sehe, mit dem Geschworenenkandidaten auf Voreingenommenheit untersucht werden sollen, könne dies dazu führen, dass Personen lügen, um zur Geschworenenauswahl zu gehören, argumentierte Anwältin Bobbi Sternheim.

RND/AP