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Die Rollstuhl-Fußgänger-Tanzpaare Werner Hinz und Partnerin Katharina Esch (hinten) und Rebekka Schmidt und Sebastian Hoppe bei ihrem Weltrekordversuch. Quelle: Martin Lauber

20 Stunden durchgetanzt: Rollstuhlsportverein in Hannover stellt Weltrekord auf

Hannover. Ihr Ziel haben sie knapp verfehlt, für eine Bestmarke hat es offenbar trotzdem gereicht. In Isernhagen in der Region Hannover haben zwei Tanzpaare des örtlichen Rollstuhlsportvereins „Rolling Chairs“ einen Weltrekord aufgestellt, wie die „Neue Presse“ (NP) berichtet. Insgesamt 20 Stunden tanzten die zwei Rollstuhlfahrer-Fußgänger-Paare von Freitag auf Samstag im Altwarmbüchener A2-Center. Ihre persönliche Messlatte erreichten sie damit aber nicht ganz.

Denn der ursprüngliche Plan war, insgesamt 24 Stunden nonstop zu tanzen. Ein Novum im weltweiten Rollstuhltanz. Am Ende reichte die Kraft nicht ganz. Eine Erkältung mutierte zum Spielverderber. „Wir sind trotzdem megastolz“, sagte Teilnehmerin Rebekka Schmidt, die als sogenannte Fußgängerin dabei war, der „NP“.

Tanzpaare erhalten Buchungsanfragen

Der Weltrekordversuch begann am Freitag. Die Regeln hatten die Tanzpärchen im Vorfeld gemeinsam mit dem Rekord-Institut für Deutschland (RID) ausgelotet. So durften etwa Partner nicht getauscht werden, dafür war pro Stunde eine zehnminütige Pause erlaubt. 20 Stunden hielten die Tanzpaare durch, ehe eine der Tanzpartnerinnen wegen einer Erkältung am Samstag völlig ausgelaugt aufgeben musste. „Wir hätten das gepackt“, sagte Rollstuhltänzer Werner Hinz, „aber die Gesundheit geht vor.“

Grund zur Freude gab es dennoch genug. Nicht nur, dass die Tanzpaare zahlreiche Sympathiebekundungen und Buchungsanfragen für Auftritte und Inklusionsarbeit in Schulen erhalten haben: Am Ende hat der Tanzmarathon wohl dennoch für einen Weltrekord gesorgt. Wie das RID im Anschluss bekannt gab, seien auch 20 Stunden Nonstop-Rollstuhltanz ein bisher nicht dokumentierter Rekord.

RND/jst