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Großveranstaltungen dürfen nur noch ohne Zuschauerinnen und Zuschauer stattfinden, Clubs müssen schließen. (Symbolbild) Quelle: Sophia Kembowski/dpa

Bündnis #AlarmstufeRot kritisiert Corona-Beschlüsse und sieht Millionen Arbeitsplätze gefährdet

Frankfurt. Bund und Länder haben am Dienstag umfassende Beschränken beschlossen, um die Ausbreitung der Omikron-Variante zu bremsen. Spätestens ab dem 28. Dezember sollen neben Beschränkungen privater Treffen auch Clubs und Diskotheken geschlossen werden. Kanzler Olaf Scholz verständigte sich mit den Ministerpräsidenten der Länder zudem auf leere Ränge bei Fußballspielen und anderen Großveranstaltungen.

Das Aktionsbündnis #AlarmstufeRot kritisiert die neuerlichen Maßnahmen massiv. Auf Nachfrage des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) erklärt Christian Eichenberger, Mitinitiator des Bündnisses: „Die Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen zementieren vollends das Veranstaltungsverbot, das faktisch ununterbrochen seit März 2020 besteht. Nahezu alle geplanten Veranstaltungen sind nun storniert worden. Es gibt folglich in der Veranstaltungswirtschaft keinerlei wirtschaftliche Erholung durch eigenes Geschäft.“

„Unglaublich, dass der Bundesfinanzminister dringend benötigte Hilfen kürzt“

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Veranstaltungsbranche wiege es besonders schwer, dass das Kurzarbeitergeld im März 2022 auslaufe. „Es ist schlichtweg unglaublich, dass der Bundesfinanzminister dringend benötigte Hilfen kürzt, obwohl die vorgesehenen Mittel bei Weitem nicht ausgeschöpft sind. Stattdessen widmet er diese Notgelder in Höhe von 60 Milliarden Euro nun für andere Zwecke um und riskiert damit über eine Million Arbeitsplätze im betroffenen Wirtschaftszweig“, beklagt Eichenberger weiter.

Das Bündnis #AlarmstufeRot ist ein Zusammenschluss von Initiativen und Verbänden der deutschen Veranstaltungswirtschaft.

RND/che