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In Nordrhein-Westfalen haben Unbekannte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch drei Geldautomaten gesprengt. Quelle: Markus Klümper/dpa

Drei Geldautomaten in einer Nacht gesprengt: Gebäude extrem beschädigt

Ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt, ist noch unklar. Die Explosionen haben teilweise erhebliche Gebäudeschäden verursacht.

Lüdenscheid/Oberhausen/Jüchen. Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch drei Geldautomaten in Nordrhein-Westfalen gesprengt, wodurch teils massive Gebäudeschäden entstanden sind. In Lüdenscheid (Märkischer Kreis) wurde ein Gebäude so stark beschädigt, dass eine weitere Nutzung zunächst nicht möglich war, wie die Polizei am Morgen mitteilte. Der gesprengte Geldautomat befand sich demnach in einem Gebäudekomplex, in dem mehrere Gewerbe untergebracht waren. Ein Statiker müsse prüfen, ob das Gebäude betreten werden könne oder ob Einsturzgefahr bestehe.

Anwohner wurden evakuiert

In Jüchen (Kreis Neuss) wurden in derselben Nacht durch die Sprengung eines Automaten der Vorraum einer Bank, angrenzende Räumlichkeiten sowie in der Nähe geparkte Fahrzeuge zum Teil stark beschädigt. Auch in Oberhausen war in der Nacht durch eine Sprengung ein erheblicher Gebäudeschaden entstanden. Anwohner mussten nach Angaben der Polizei evakuiert werden. Verletzt wurde demnach aber niemand.

In Jüchen und Oberhausen flüchteten Zeugenaussagen zufolge jeweils mindestens drei Täter in einem Auto. In Lüdenscheid beobachteten Zeugen demnach, wie mindestens eine Person in einem weißen Wagen flüchtete und kurze Zeit später ein weiterer dunkler Wagen ebenfalls davonfuhr. Über die Höhe der Beute konnten zunächst keine Angaben gemacht werden. Auch ob es sich um dieselben Täter handelte, war zunächst nicht bekannt. Ein Polizeisprecher in Lüdenscheid sagte, dass die Polizei einen möglichen Zusammenhang der Taten prüfe.

RND/dpa