Anzeige
Zwei Mitarbeiter der Spurensicherung stehen vor dem Residenzschloss mit dem Grünen Gewölbe hinter einem Absperrband. (Archivfoto) Quelle: Sebastian Kahnert/zb/dpa

Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe: Hinweise auf Helfer im Museum

Dresden. Im Fall der aus dem Dresdner Grünen Gewölbe gestohlenen Juwelen hat die Staatsanwaltschaft laut Medienberichten gleich mehrere Hinweise auf damalige Helfer im Museum. Beim Einbruch im November 2019 soll es einen oder mehrere Helfer im Dresdner Residenzschloss gegeben haben, wie die Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ berichtet (Ausgabe vom 27. Januar). Zuvor hatte die in Dresden erscheinende „Sächsische Zeitung“ Ähnliches berichtet. Laut Staatsanwaltschaft laufen noch immer Ermittlungen gegen 40 Tatverdächtige, darunter vier Wachleute.

Gut zwei Jahre nach dem spektakulären Einbruch in das Historische Grüne Gewölbe beginnt am Freitag vor dem Dresdner Landgericht der Prozess gegen sechs Angeklagte. Den Männern im Alter von 22 bis 28 Jahren werden schwerer Bandendiebstahl, Brandstiftung und besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen. Sie sollen am 25. November 2019 an dem Einbruch in das Dresdner Schloss beteiligt gewesen sein und historische Schmuckstücke im Gesamtwert von mehr als 113 Millionen Euro gestohlen haben.

Zwei der Beschuldigten verbüßen nach dem Einbruch in das Berliner Bode-Museum 2017 bereits eine Freiheitsstrafe, die vier anderen befinden sich in Untersuchungshaft. Einer der Angeklagten soll laut dem Bericht der „Zeit“ in der Untersuchungshaft die Tatbeteiligung eingeräumt haben. Der Beschuldigte habe demnach einem Mithäftling von einem Insider erzählt sowie vom Verkauf eines Steins aus der Beute in Rumänien.

RND/epd