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Die „Bombenzyklone“ soll in den USA große Mengen Schnee mit sich bringen. (Archivbild) Quelle: Michael Cummo/Wyoming Tribune Ea

Stark wie ein Hurrikan: „Bombenzyklone” erreicht am Wochenende die US-Ostküste

Boston. Am Wochenende wird ein Wintersturm mit der Intensität eines Hurrikans die Ostküste der USA erreichen. Dieser könnte große Mengen Schnee mit sich bringen. „Die Modelle zeigen weiterhin einen Nordoststurm mit Blockbusterpotenzial für das Wochenende“, sagte CNN-Meteorologe Brandon Miller. US-Medien berichten von einer „Bombenzyklone“.

20 bis 40 Zentimeter Neuschnee erwartet

Der National Weather Service in Boston hat bereits am Mittwoch von Freitagnacht bis Samstagabend eine Wintersturmwarnung für Ost-Massachusetts und Rhode Island herausgegeben. Der erwartete Schneefall reicht von 20 bis 40 Zentimeter. Es wird mit Windböen von bis zu 100 Stundenkilometern gerechnet.

Welche Städte genau betroffen sein werden, sei noch nicht klar, schrieb CNN. Im Süden entlang der Ostküste, einschließlich der großen Metropolregionen von New York City bis Washington D.C., sei starker Schneefall möglich.

Was ist eine „Bombenzyklone“?

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) erklärt, wird ein sich schnell verstärkender Sturm als „Bombenzyklone“ bezeichnet. Der Druck eines solchen Sturms fällt innerhalb von 24 Stunden um mindestens 24 Hektopascal ab. Dieser Richtwert basiert jedoch auch auf dem Breitengrad, wo sich der Sturm bildet. Die Millibar-Anforderung kann sich also ändern. Zum Vergleich: Bei einem gewöhnlichen Sturmtief sinkt der Luftdruck um rund zehn Hektopascal in etwa 24 Stunden.

Der Begriff „Bombenzyklone“ basiert auf meteorologischen Forschungen aus dem Jahr 1980. Zunächst als sich „schnell vertiefender Sturm“ bezeichnet, fügten Meteorologen später das Wort „Bombe“, wegen der explosiven Kraft, die diese Stürme aus den schnellen Druckabfällen beziehen, hinzu. Abgeleitet ist der Name wohl auch von Wörtern wie „Wetterbombe“ oder „Bombogenese“, welches den Vorgang beschreibt.

Unterschied zwischen Zyklone und Zyklon

Der DWD erklärt weiter, dass es bei „Bombenzyklonen“ an der US-Ostküste oft zu der Verwendung der falschen Schreibweise kommt. So gebe es zwischen einer Zyklone und einem Zyklon entscheidende Unterschiede. „Bei einer Zyklone handelt es sich um den meteorologischen Fachbegriff für ein Tiefdruckgebiet. Ein Zyklon ist zwar im Prinzip auch ein Tiefdruckgebiet, allerdings ist dieser Name im deutschen Sprachgebrauch reserviert für tropische Wirbelstürme im Indischen Ozean oder in der Südsee (Südwestpazifik). An der US-Ostküste kann es folglich also keinen Zyklon geben, sehr wohl aber natürlich Zyklonen“, erläutert der DWD auf seiner Homepage.

RND/nis