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Fynn Kliemann, deutscher Influencer und Unternehmer. Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa

About You soll früh vor Masken von Fynn Kliemann gewarnt worden sein

Der deutsche Modehändler About You ist offenbar frühzeitig vor Unternehmer Fynn Kliemann gewarnt worden. Das berichtet der „Spiegel“. Nach Recherchen des Magazins und dem „ZDF Magazin Royale“ habe ein an der Lieferung beteiligter Vermittler About You darauf aufmerksam gemacht, dass die Masken des Textilunternehmens Global Tactics, die von Kliemann beworben wurden, nicht in Portugal, sondern zum Teil in Bangladesch und Vietnam hergestellt wurden.

Ein Dokument mit dem Titel „Avisierung Vietnam –1 Teillieferung Vietnam 453.100″ habe den Vermittler stutzig gemacht. Das Papier enthielt dem Bericht zufolge sämtliche Details zu der Lieferung. In einem Mailverkehr habe der Vermittler About You auf eine mögliche Straftat durch den Influencer Fynn Kliemann und seinen Geschäftspartner Tom Illbruck aufmerksam gemacht. In einer Mail hieß es demnach: „Ich denke, die Herren haben auch About You betrogen.“

About You distanziert sich von Fynn Kliemann

Der Online-Modehändler, der als Großkunde die meisten Masken vertrieb, hatte sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe öffentlich von Kliemann distanziert und den Verkauf gestoppt. „Dass die Masken teilweise nicht in Europa produziert wurden, war uns bis heute nicht bekannt“, schrieb About-You-Firmenchef Tarek Müller auf Twitter.

Wie der „Spiegel“ berichtet, sollen neue Dokumente außerdem zeigen, dass Global Tactics um Spendenquittungen für Tausende mutmaßlich mangelhafte Kliemann-Masken bat, die an Flüchtlingsunterkünfte auf die griechischen Inseln Samos und Lesbos verschickt wurden.

Die unzureichende Ausschussware hatte Global Tactics zuvor kostenlos erhalten. In mindestens einem Fall stellte die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ einen Spendenbeleg aus, berichtet der „Spiegel“.

RND/nis

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