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In den USA haben Einsatzkräfte der Polizei einen Schmugglertunnel und Hunderte Kilogramm Kokain gefunden. (Symbolbild)

US-Polizei entdeckt Schmugglertunnel nach Mexiko

San Diego. Ein US-Ermittlungsteam hat einen Schmugglertunnel unter der Grenze zu Mexiko aufgespürt. Die Anlage sei von Tijuana in Mexiko in ein 532 Meter entferntes Lagerhaus in San Diego gegraben worden, teilten die Behörden am Montag (Ortszeit) mit. Sie habe einen Durchmesser von 1,20 Meter und sei mit Schienen, Belüftung, Stromleitung sowie verstärkten Wänden sechs Stockwerke tief unter der Oberfläche angelegt worden. Ob der Tunnel jemals in Betrieb ging und wenn ja, wie viele Drogen durch ihn geschmuggelt wurden, konnten die Ermittler nicht sagen.

Verdächtige festgenommen

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen wurden knapp 800 Kilogramm Kokain, 75 Kilogramm Methamphetamin und 1,6 Kilogramm Heroin beschlagnahmt, und sechs Verdächtige im Alter von 31 bis 55 Jahren festgenommen.

Der Tunnel unterquert einen der am besten befestigten Abschnitte der Grenze zwischen den USA und Mexiko und illustriert die begrenzte Wirkung von Grenzmauern, wie sie der frühere US-Präsident Donald Trump propagiert hat. In der Gegend nahe dem Grenzübergang Otay Mesa von San Diego sind in den vergangenen 20 Jahren mehr als ein Dutzend solcher Tunnel entdeckt worden. Sie lassen sich in dem lehmigen Boden dort gut graben. Auch gibt es viele Lagerhäuser, die als Tarnung genutzt werden können.

Das Ermittlungsteam kam dem Tunnel auf die Spur, weil es ein Drogenversteck in einem Haus observierte. Die Einsatzkräfte stoppten mehrere Fahrzeuge, die auch an dem Lagerhaus verkehrten und entdeckten kistenweise Kokain, wie es in einer in San Diego eingereichten Strafanzeige heißt. Bei einer Razzia in dem Lagerhaus fanden sie am Freitag zwar keine weiteren Drogen, aber eine in den Zementboden gebrochene Tunnelöffnung.

RND/AP