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Aus einem Schulranzen löste sich plötzlich ein Schuss. (Symbolbild) Quelle: Philipp Schulze/dpa

Pistole geht in Schulranzen von Zweitklässler los – Siebenjähriges Kind verletzt

Chicago. Ein Zweitklässler hat in Chicago eine Waffe seiner Mutter in die Schule mitgenommen und dort um ein Haar eine Tragödie verursacht. Aus der in seinem Ranzen verstauten Pistole löste sich versehentlich ein Schuss, der ein siebenjähriges Kind verletzte, wie die Polizei am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Die Mutter des Jungen, der die Waffe mitgebracht hatte, musste vor Gericht erscheinen, wo sie einer Gefährdung des Kindeswohls in drei Fällen beschuldigt wurde. Auf Kaution kam sie frei.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft fand der achtjährige Schüler die Waffe unter dem Bett seiner Mutter. Die 28-Jährige ist im Besitz eines gültigen Waffenscheins.

Kugel streift Unterleib eines Kindes

Im Klassenzimmer prallte die Kugel zunächst vom Boden ab und streifte dann den Unterleib des Kindes, wie die Zeitung „Chicago Sun-Times“ unter Berufung auf die Staatsanwälte meldete. Es wurde laut Polizei in ein Krankenhaus gebracht, sei aber in gutem Zustand. Der Anwalt der Mutter räumte ein, dass die Pistole nicht ordnungsgemäß gesichert wurde, die Tat jedoch weder geplant noch gewollt gewesen sei.

Richter Michael Hogan konterte, dass man zwar nicht von einer vorsätzlichen, aber einer grob fahrlässigen Handlung ausgehen müsse. Er ergänzte: „Wir sind möglicherweise nur Zentimeter von einem ganz anderen Fall und einer ganz anderen Tragödie entfernt“.

RND/AP