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Damals beide noch im Amt: Angela Merkel mit Barack Obama 2016 in Hannover. Nun besucht sie Washington und hat ihren ehemaligen Kollegen dort getroffen. Quelle: dpa

„Weiser Pragmatismus und gute Laune“: Merkel besucht Obama in Washington

Berlin/Washington. Ex-Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hält sich derzeit zu einem Besuch in Washington auf. „Ich kann bestätigen, dass sich Bundeskanzlerin a.D. Dr. Merkel derzeit zu nachamtlichen politischen Gesprächen in Washington D.C. aufhält“, teilte eine Sprecherin der ehemaligen Bundeskanzlerin am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit. Merkel sei seit Montag in Washington und werde am Donnerstag nach Berlin zurückkehren. Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt. Merkel hatte in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass sie nach ihrer 16-jährigen Amtszeit viel reisen wolle – unter anderem auch in die USA.

Obama und Merkel pflegen freundschaftliches Verhältnis

Zuvor hatte der frühere US-Präsident Barack Obama auf Twitter ein Foto veröffentlicht, das ihn gemeinsam mit Merkel bei einem Museumsbesuch in Washington zeigt. Er habe als Präsident gesehen, wie Merkel mit ihrem weisen Pragmatismus, ihrer guten Laune und ihrem unerbittlichen moralischen Kompass durch Krisen geführt habe, schrieb Obama in dem Kurznachrichtendienst. Er ergänzte: „Und ich fühle mich glücklich, sie eine Freundin nennen zu dürfen“. Er sei dankbar für die Gelegenheit, das „National Museum of African American History and Culture“ besuchen zu können.

Angela Merkel und Barack Obama verbindet seit ihrer gemeinsamen Amtszeit ein freundschaftliches Verhältnis. Seine „engste politische Verbündete“ nannte der 44. Präsident der Vereinigten Staaten sie 2016, Merkel selbst soll zum Ende seiner Amtszeit sogar eine Träne im Auge gehabt haben, wie der langjährige Präsidentenberater Benjamin Rhodes in seinen Memoiren schreibt.

Ein Bild der beiden von 2015, auf dem Merkel gestikulierend vor Obama steht, der mit entspannt ausgebreiteten Armen auf einer Holzbank bei Schloss Elmau sitzt, wurde zum Internet-Meme und zuletzt wegen des G7-Gipfels am selben Ort wieder viel diskutiert.

RND/lg/dpa