Donnerstag , 6. Oktober 2022
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Die Polizei konnte einen Verdächtigen festnehmen (Symbolbild).

Mitarbeiterin wird in Wuppertaler Ausländeramt mit Messer schwer verletzt

Wuppertal. Im Wuppertaler Haus der Integration ist eine Mitarbeiterin der Behörde mit einem Messer schwer verletzt worden. Bei dem Einsatz am Donnerstag sei man zunächst von einer Bedrohungssituation ausgegangen, sagte ein Polizeisprecher. Der Notruf sei gegen 9 Uhr bei der Polizei eingegangen, sagte der Sprecher dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am Donnerstagmittag.

Die Stadt Wuppertal berichtete am Donnerstag von einem Messerangriff auf eine Mitarbeiterin in der städtischen Einrichtung, die dabei verletzt worden sei. Kollegen hätten den mutmaßlichen Täter festgesetzt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Ein Motiv des mutmaßlichen Täters sei nicht bekannt, erklärte die Stadt und verwies dabei auf die laufenden Ermittlungen der Polizei. Das Haus der Integration verbindet nach Angaben der Stadt Institutionen, die sich in Wuppertal um Zugewanderte und Geflüchtete kümmern.

Verdächtiger festgenommen

Nach Angaben der Polizei haben die Beamten einen Tatverdächtigen festgenommen. Nähere Angaben zu der Person und zum Verlauf der Tat machte die Polizei zunächst noch nicht. Nach ihren Informationen ist die Mitarbeiterin der Behörde schwer verletzt, Lebensgefahr bestehe nicht. Rettungskräfte brachten sie in ein Krankenhaus. Bei der Tat sei ein Messer eingesetzt worden sein.

Sozialdezernent: „Es ist ein schrecklicher Tag für Wuppertal“

Der Wuppertaler Sozialdezernent Stefan Kühn sagte laut „Wuppertaler Rundschau“ in einem ersten Statement: „Es ist ein schrecklicher Tag für Wuppertal.“ Der Verdächtige soll von Sicherheitskräften in dem Gebäude überwältigt worden sein. „Das zeigt unvorstellbar großen Mut und hat möglicherweise schlimmeres verhindert“, lobte Kühn. Das Amt soll am Donnerstag und Freitag geschlossen bleiben. Einige Mitarbeiter würden psychologisch betreut berichtete die örtliche Zeitung.

Oberbürgermeister Uwe Schneidewind sagte laut „Wuppertaler Rundschau“ nach der Tat: „Ich bin sehr betroffen von diesem schrecklichen Angriff. Im Namen der Stadtverwaltung, aber auch ganz persönlich wünsche ich der Kollegin alles Gute für ihren Genesungsprozess.“ Sein großer Dank und Respekt gelte den Kollegen, die mutig und ohne Rücksicht auf eine mögliche eigene Gefährdung eingegriffen und den Täter überwältigt hätten. „Wir werden jetzt alles tun, damit alle Kolleginnen und Kollegen im Haus der Integration auch langfristig die bestmögliche Unterstützung erhalten“, führte der Bürgermeister aus.

RND/nis mit dpa