Donnerstag , 6. Oktober 2022
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Polizeiauto (Symbolfoto). Quelle: imago images/Noah Wedel

Frau von Ex-Lebensgefährte entführt und schwer verletzt: viele offene Fragen

Rendsburg. Nachdem ein 37-Jähriger am Samstag im schleswig-holsteinischen Rendsburg seine ehemalige Lebensgefährtin entführt und anschließend durch einen Schuss schwer verletzt haben soll, sind weiter viele Fragen offen.

Gegen 13 Uhr zerrte der Mann die 33-Jährige gewaltsam in seinen Wagen und fuhr mit ihr davon, wie die Polizei am Montag mitteilt hatte. Später wurden die Frau und das Fahrzeug auf einem landwirtschaftlichen Gehöft in Havetoft (Kreis Schleswig-Flensburg) entdeckt. Nach Polizeiangaben ist noch unklar, ob der Mann zuvor gezielt einen Schuss auf seine Ex-Partnerin abgegeben hatte oder sich möglicherweise in einem Gerangel ein Schuss löste.

Der Täter beging in dem offenbar zufällig gewählten Gehöft Suizid. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung erschoss sich der mutmaßliche Täter aber erst auf der Toilette des Hauses, als die von dem Bewohner alarmierte Polizei eingetroffen war. Der Bewohner sagte der Zeitung, Polizisten hätten den Verdächtigen befragt, ihn aber nicht durchsucht oder festgenommen. Dann soll der Mann vorgegeben haben, zur Toilette zu müssen. Die Beamten hätten ihn gewähren lassen, woraufhin er sich im Bad erschoss.

Ermittler bestätigten diesen Ablauf gegenüber den „Kieler Nachrichten“ zunächst nicht. Auch zum Gesundheitszustand der Frau, die stationär behandelt wird, wollten sich sie Staatsanwaltschaften in Kiel und Flensburg nicht äußern.

RND/sf/dpa

Haben Sie Suizidgedanken? Dann wenden Sie sich bitte an folgende Rufnummern: Telefonhotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste: (0800) 111 0 111 (ev.); (0800) 111 0 222 (rk.); (0800) 111 0 333 (für Kinder/Jugendliche); E Mail unter www.telefonseelsorge.de

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