Mittwoch , 28. September 2022
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Medienberichten zufolge müssen Michael Wendler und seine Ehefrau Laura Müller aus ihrer Villa in Florida ausziehen. (Archivbild) Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa

„Erfahrung im Transport von Aluminium“: Deutsche Bahn verspottet Michael Wendler

Dass Michael Wendler und Laura Müller Spott und Häme einstecken müssen, ist nichts Neues. Seit sich der einst so beliebte Schlagerstar offen als Verschwörungstheoretiker outete, gelten er und seine junge Ehefrau als Personae non gratae. Dass sich das auch zu Werbezwecken nutzen lässt, dachte sich jetzt offenbar jemand bei der DB Cargo.

DB Cargo ist das internationale Transport- und Logistikunternehmen der Deutschen Bahn. Der Twitter-Account „von denen, wegen denen du so lange an der Bahnschranke stehst“ (eigene Angabe) erlebt aktuell viel Traffic. Grund dafür ist ein Tweet des Unternehmens, der sich wohl darüber lustig machen soll, dass Michael Wendler Medienberichten zufolge aus seiner Villa in Florida ausziehen muss. DB Cargo titelt: „Wir haben Erfahrung im Transport von Aluminium.“ Der Text auf dem getweeteten Bild lautet: „Michael Wendler und Laura Müller müssen Villa in Florida verlassen“.

Viele Userinnen und User empört

Offenbar will das Transportunternehmen mit seinem Tweet darauf hinaus, dass Michael Wendler wegen der von ihm verbreiteten Verschwörungstheorien in der Vergangenheit öfter als Aluhutträger bezeichnet wurde. Das Bild wurde bereits mehr als 620-mal retweetet (Stand: 18.8., 16.45 Uhr). Ob DB Cargo sich über den Traffic wirklich freut, bleibt abzuwarten. Denn auch wenn viele Userinnen und User auf den Zug aufspringen und sich ebenfalls über das ungleiche Paar lustig machen, sind ebenso viele über den Tweet empört.

„In einer Welt, in der wir permanent über Gleichbehandlung, Respekt und Diskriminierungsfreiheit reden, finde ich diesen Tweet der DB_Cargo nicht in Ordnung. Auch wenn ich Michael Wendlers Einstellung nicht teile“, schreibt etwa ein User. „Man mag zu Herrn Wendler und/oder Frau Müller stehen wie man will – aber sie als Unternehmen sollten sich doch bei persönlichen Diffamierungen besser raushalten. Als hätte die Mutter DB nicht genug eigene Kacke am Dampfen“, schreibt ein anderer.

RND/hb

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