Freitag , 25. September 2020
Fürst Albert II., Prinz Andrew und der schwedische König Carl XVI. Gustaf. Quelle: imago/Viennareport/ZUMA Wire/TT/Montage RND

Schweden, England, Monaco: Die Skandale der Royals

Royals stehen rund um die Uhr im Rampenlicht: So sickern manchmal auch Informationen nach draußen, die die Königshäuser lieber geheim halten wollen. Dabei geht es um Seitensprünge, Missbrauchsvorwürfe und heimliche Kinder.

Der frühere spanische König Juan Carlos (82) soll angeblich an illegalen Finanzgeschäften beteiligt gewesen sein, nun hat der Royal das Land verlassen. Die Kritik am spanischen Königshaus wird immer größer, die Krone bröckelt. Doch nicht nur die spanische Monarchie leistet sich große Skandale. Auch andere Monarchen stehen in der Kritik.

Angebliche Sexpartys des schwedischen Königs

Die fragliche Vergangenheit des schwedischen Königs Carl XVI. Gustaf (74) schadet im Jahr 2010 dem Königshaus enorm. In der Biografie “Der zögerliche Monarch” von drei Investigativjournalisten heißt es damals laut der britische Zeitung “Newsweek”, er habe an Whirlpoolpartys mit nackten Frauen teilgenommen.

Laut dem Buch soll der Club, in dem die Partys stattfanden, sogar Verbindungen zur schwedischen Mafia gehabt haben, wie die “Daily Mail” berichtet. Darüber hinaus wird dem König vorgeworfen, er habe in den späten 1990er-Jahren eine Affäre mit der schwedisch-nigerianischen Sängerin Camilla Henemark gehabt. Dabei ist der Monarch schon seit 1976 mit Silvia von Schweden verheiratet. Der schwedische Sicherheitsdienst Säpo soll sogar versucht haben, die Geheimnisse des Königs vor der schwedischen Gesellschaft zu vertuschen, wie die schwedische Zeitung “The Local” schreibt.

Prinz Andrew und der Epstein-Skandal

Jüngst bewegt die britische Königsfamilie vor allem der Jeffrey-Epstein-Skandal um Prinz Andrew (60). Dem Sohn der Queen wird von dem Epstein-Opfer Virginia Roberts Giuffre vorgeworfen, sie dreimal zwischen 2000 und 2001 sexuell missbraucht zu haben. Damals war sie demnach 17 Jahre alt und damit minderjährig. In neu veröffentlichten Gerichtsakten befindet sich eine eidesstattliche Erklärung von Roberts Giuffre. Darin sagt sie ihrem Anwalt über Prinz Andrew: “Er kennt die Wahrheit. Aber ich weiß nicht, ob er Ihnen wirklich helfen würde. Da er aber selbst in argen Schwierigkeiten steckt, könnte er vielleicht doch sehr wichtig sein.”

Prinz Andrew bestreitet, dass er Sex mit der minderjährigen Roberts Giuffre hatte. Auch in einem Interview mit dem britischen TV-Sender BBC im November 2019 weist er Missbrauchsvorwürfe von sich. Die britischen Medien nennen das Interview ein “PR-Desaster”, auch weil Prinz Andrew keine Reue zeigt, was seine Freundschaft mit Jeffrey Epstein angeht.

Die Monegassen und ihre heimlichen Kinder

Fürst Albert II. von Monaco hat zwei uneheliche Kinder – das gab der Sohn von Grace Kelly Mitte der 2000er-Jahre zu. Bereits 1992 sagt eine Amerikanerin, dass der Fürst der Vater ihrer Tochter sei. Nach einem langen Rechtsstreit und einem DNA-Test bestätigt der Royal das im Jahr 2006. Neben seinen Zwillingen mit Ehefrau Charlene und der unehelichen Tochter hat er aber noch einen weiteren Sohn mit einer ehemaligen Flugbegleiterin. 2005 bestätigt auch das sein Anwalt.

Belgiens König und seine uneheliche Tochter

Auch der ehemalige belgische König Albert II. (85) hat eine uneheliche Tochter – ein DNA-Test bestätigte das im Januar. Unter der Last der Beweise räumte der Royal seine Vaterschaft ein: “51 Jahre zu spät”, wie die flämische Zeitung “Het Laatste Nieuws” Anfang des Jahres titelt.

 

 

Von Alisha Mendgen/RND