Eine Frau aus Großbritannien ist im Prozess wegen des Todes ihres Mannes in Malaysia der Todesstrafe entgangen (Archivbild). Quelle: picture alliance / imageBROKER

Der Todesstrafe entkommen: Britin wegen Totschlags in Malaysia verurteilt

Bei einer Verurteilung wegen Mordes hätte ihr die Todesstrafe durch Erhängen gedroht - eine Frau aus Großbritannien ist im Prozess wegen des Todes ihres Mannes in Malaysia der Todesstrafe entgangen. Die 51-Jährige wurde am Montag wegen Totschlags zu einer Haftstrafe von 42 Monaten verurteilt.

Alor Setar. Eine Frau aus Großbritannien ist im Prozess wegen des Todes ihres Mannes in Malaysia der Todesstrafe entgangen. Nachdem sie sich des weniger schweren Vorwurf des Totschlags statt Mordes für schuldig bekannt hatte, wurde die 51-Jährige am Montag zu 42 Monaten Haft verurteilt. Anwalt Sangeet Kaur Deo sagte, die Staatsanwaltschaft habe die Anklage gegen die Frau auf Totschlag reduziert. Das wird als Mord ohne Vorsatz aufgefasst. Bei einer Verurteilung wegen Mordes hätte der Frau die Todesstrafe durch Erhängen gedroht.

Der 51-Jährigen wird zur Last gelegt, ihren Mann in ihrem Ferienhaus in Malaysia erstochen zu haben. Dort war das Opfer am 18. Oktober 2018 tot aufgefunden worden. Laut Polizei gab die Frau zu, ihrem Mann bei einem Streit in die Brust gestochen zu haben. Laut dem Anwalt war die Frau Gewalt durch ihren Mann ausgesetzt. Neben der Haftstrafe habe sie auch eine Geldstrafe von 10 000 Ringgit (circa 2000 Euro) bekommen.

Die Angeklagte war für den Beginn des Prozesses am Montag mit Mundschutz und Handschellen in ein Gerichtsgebäude in Alor Setar im nordmalaysischen Staat Kedah begleitet worden.

Die Frau und ihr Mann waren vor elf Jahren auf die Insel Langkawi gezogen.

RND/AP