Donnerstag , 6. August 2020
Viele Menschen mussten aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden. Quelle: Hong Ki-Won/Yonhap/AP/dpa

Erdrutsche durch Unwetter in Südkorea: Tote und Vermisste

Mindestens fünf Menschen sind bei starken Unwettern und daraus resultierenden Erdrutschen ums Leben gekommen. Acht Personen sind noch als vermisst gemeldet. Die Bewohner von mehr als 80 Häusern mussten wegen der Fluten in Sicherheit gebracht werden – ein Ende des Regens ist nicht in Sicht.

Seoul. Nach Überschwemmungen und Erdrutschen durch schwere Regenfälle in Südkorea sind mindestens fünf Menschen tot geborgen worden. Acht weitere Personen seien als vermisst gemeldet worden, berichteten südkoreanische Sender und die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag unter Berufung auf die Katastrophenschutzbehörde.

Besonders schwer betroffen waren die Region um die Hauptstadt Seoul und die Mitte des Landes. Weil die Regenfälle an mehreren Orten Erdrutsche verursachten, mussten Bahnstrecken und Straßen gesperrt werden.

Erdrutsche begraben zwei Frauen

In der etwa 105 Kilometer südöstlich von Seoul gelegenen Stadt Chungju wurden den Berichten zufolge bei getrennt voneinander ausgelösten Erdrutschen zwei Frauen im Alter von 56 Jahren und 76 Jahren unter Erdmassen begraben. Ein Feuerwehrmann sei in Chungju während eines Einsatzes in einen vom Regen angeschwollenen Fluss gefallen und von starken Strömungen mitgerissen worden. Er galt als vermisst. Die Bewohner von mehr als 80 Häusern in der Stadt mussten wegen der Fluten in Sicherheit gebracht werden. Auch in anderen Gebieten mussten zahlreiche Häuser evakuiert werden.

Die Behörden erwarten bis zum Dienstag weitere starke Regenfälle. In Südkorea ist die sommerliche Regenzeit noch nicht vorbei.

RND/dpa