Samstag , 26. September 2020
Die Rettungskräfte reanimierten die 32-Jährige, die leblos neben dem Jetksi trieb. (Symbolbild) Quelle: picture alliance / Marius Billin

Jetski-Unfall auf der Elbe: Zwei Menschen lebensgefährlich verletzt

Eine 32-Jährige und ihr 45 Jahre alter Begleiter wollen in der Nacht zum Sonntag auf der Unterelbe bei Kollmar einen Jetski-Ausflug machen. Doch sie kehren nicht mehr nach Hause zurück – Freunde alarmieren die Polizei. Einsatzkräfte finden beide schließlich und müssen die 32-Jährige reanimieren.

Hamburg. Bei einem schweren Unfall auf der Elbe sind zwei Menschen mit einem Jetski verunglückt und lebensgefährlich verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen waren eine 33 Jahre alte Frau und ihr 45 Jahre alter Begleiter um kurz nach Mitternacht vom Hafen Kollmar (Kreis Steinburg) aus zu einer Jetski-Fahrt auf der Elbe aufgebrochen, wie die Polizei mitteilte. An Land zurückgebliebene Freunde der beiden verständigten später die DLRG, weil sie nicht wie geplant von der Ausfahrt zurückkehrten. 

Suchmaßnahmen nach den Vermissten

Es folgten umfangreiche Suchmaßnahmen nach den Vermissten, an denen sich neben der DLRG auch Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei, der regulären Polizei sowie der Freiwilligen Feuerwehr beteiligten. Rettungskräfte der DLRG fanden den Jetski schließlich auf dem Leitdamm Pagensand. Laut Polizeiangaben ist davon auszugehen, dass die beiden in der Dunkelheit den Leitdamm übersehen hatten und mit diesem in der Folge zusammengestoßen waren.

Genauer Unfallhergang unklar

Die 33-Jährige, die leblos und mit dem Kopf unter Wasser neben dem Jetski trieb, konnte demnach noch vor Ort reanimiert werden. Der 45-Jährige, der sich zum Zeitpunkt der Rettung noch auf dem Jetski befand, habe bei dem Unfall eine schwere Kopfverletzung erlitten. Beide wurden mit Rettungswagen in Hamburger Krankenhäuser transportiert und schwebten am Sonntagmittag noch in Lebensgefahr. Nach ersten Erkenntnissen standen beide zum Unfallzeitpunkt vermutlich unter Alkoholeinfluss. 

Die an Land zurückgebliebenen Freunde und Angehörigen der Unfallopfer wurden durch einen Notfallseelsorger vor Ort betreut. Grundsätzlich ist das Befahren der Elbe mit Jetskis laut Angaben der Hamburger Wasserschutzpolizei in dem betreffenden Abschnitt gestattet. Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.

RND/dpa