Samstag , 3. Dezember 2022
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Auf den Philippinen hat der Taifun viele Schäden angerichtet. Quelle: IMAGO/ZUMA Wire

Nach Taifun auf den Philippinen: Mehrere Tote – 50.000 Menschen auf der Flucht

Manila. In Vietnam haben die Behörden vor der Ankunft des heftigen Tropensturms „Noru“ Tausende Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht. Der Taifun sei voraussichtlich einer der heftigsten, der in den vergangenen zwei Jahrzehnten das südostasiatische Land getroffen habe, berichteten vietnamesische Medien. In den betroffenen Regionen gingen schon am Dienstag starke Regengüsse nieder, noch bevor „Noru“ auf Land traf.

Zahlreiche Menschen in den Küstenregionen von Zentralvietnam versuchten, ihre Häuser sturmsicher zu machen und deckten sich mit Lebensmitteln ein. Fünf Flughäfen, unter anderem in der bei Touristen beliebten Stadt Da Nang, sollten bis Mittwoch geschlossen werden, alle Flüge wurden gestrichen. Der Taifun soll wahrscheinlich am Mittwochmorgen (Ortszeit) Vietnam erreichen.

Zuvor hatte „Noru“ auf den Philippinen gewütet und dort 50 000 Menschen in die Flucht getrieben. Die Zahl der Todesopfer sei bis Dienstag auf acht gestiegen, teilte der Katastrophenschutz mit. Drei Menschen würden vermisst. Besonders schlimm betroffen waren die Provinzen Bulacan, Zambales, Bataan und Quezon auf der Hauptinsel Luzon. Viele Gebiete sind überschwemmt. Erst langsam wird das Ausmaß der Schäden bekannt.

„Noru“, der auf den Philippinen „Karding“ genannt wird, war am Sonntagabend (Ortszeit) in dem Inselstaat auf Land getroffen. Die Böen erreichten Spitzengeschwindigkeiten von 240 Kilometer pro Stunde. Zeitweise wurde der Sturm als „Supertaifun“ eingestuft. Er hatte sich jedoch seit Montag abgeschwächt und die Philippinen am Dienstag verlassen.

Mit Windgeschwindigkeiten von 140 Stundenkilometern war der Wirbelsturm in westlicher Richtung unterwegs. Es wurde erwartet, dass er wieder an Fahrt aufnimmt. Nach Vietnam wird „Noru“ Berechnungen zufolge weiter in den Nordosten von Thailand ziehen. Die Behörden sagten für weite Landesteile heftige Niederschläge voraus.

RND/dpa