Dienstag , 29. November 2022
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Segelboote, die in der Roberts Bay vor Anker liegen, werden von schnellen Winden umhergeweht. Quelle: Pedro Portal/El Nuevo Herald via

Hurrikan „Ian“ erreicht Florida: Videos zeigen katastrophale Überflutungen

Der Hurrikan „Ian“ hat auf seinem Weg von Kuba über den Golf von Mexiko nach Florida bedrohlich an Kraft zugelegt. Mit Spitzenwindgeschwindigkeiten um 250 Kilometer pro Stunde war er am Mittwoch nur noch knapp unter der schwersten Hurrikankategorie 5, die bei 252 Kilometern beginnt. Die massiven Auswirkungen des von Behörden als „lebensgefährlich“ eingestuften Hurrikans zeigen zahlreiche in sozialen Medien veröffentlichte Videos – ganze Straßenzüge stehen bereits meterhoch unter Wasser.

Der Fernsehmeteorologe und Sturmjäger Mike Bettes vom Wetterkanal Weather Channel veröffentlichte das Video einer Straßenkamera aus Fort Myers Beach in Florida – die befindet sich rund 1,80 Meter über dem Boden und wurde trotzdem von den gewaltigen Wellen überspült.

Weitere Videos und Fotos aus Fort Meyers zeigen, dass das Wasser am Mittwochnachmittag (Ortszeit) bereits bis zum Dach der Häuser stand - einige Gebäude schienen regelrecht im Wasser zu treiben.

Ein Video aus Naples am Golf von Mexiko zeigt überflutete Straßen, in denen Autos bereits fast komplett unter Wasser stehen. In der Stadt droht offiziellen Angaben zufolge eine mehr als fünf Meter hohe Sturmflut.

In einem weiteren Video aus Naples ist zu sehen, dass dort das Wasser bereits mindestens einen halben Meter hoch steht.

Aufnahmen einer Verkehrsüberwachungskamera aus Sanibel Island in Florida zeigen, wie dort eine Straße innerhalb von nur 30 Minuten komplett überflutet wird.

Der Meteorologe und Sturmjäger Reed Timmer veröffentlichte bei Twitter Videos, die den bereits schweren Wellengang und Überflutungen in Pine Island dokumentieren.

US-Behörden hatten am Mittwoch eindringlich vor den Gefahren durch den Hurrikan „Ian“ gewarnt, der auf die Küste des Bundesstaates Florida zusteuerte. Der Wirbelsturm berge Lebensgefahr, auch in den Tagen, nachdem er Land erreicht habe, sagte die Leiterin der US-Katastrophenschutzbehörde Fema, Deanne Criswell.

RND/seb, mit dpa/AP