Montag , 19. Oktober 2020
Eine Filiale der Kosmetikkette Lush in der Londoner Oxford Street. Quelle: picture alliance/imageBROKER

“Bitte draußen bleiben”: Kosmetikkette Lush setzt sich gegen Diskriminierung ein

Die Kosmetikkette Lush setzt sich für den Kampf gegen Rassismus und Homophobie ein. Schilder in den Schaufenstern aller Filialen senden eine deutliche Botschaft. Das Unternehmen hat außerdem einen 100-Tage-Plan entwickelt, um sich auch intern zu hinterfragen.

Die Kosmetikkette Lush ist nicht nur für seine Produkte, sondern auch für seinen Einsatz für Nachhaltigkeit und gegen Diskriminierung bekannt. Neuerdings sind an den Eingängen der Geschäfte international Schilder mit der Aufschrift “Bitte draußen bleiben bei Symptomen von Covid-19, Rassismus und Homophobie” angebracht. Von den Kunden gibt es dafür im Netz Lob und Anerkennung.

Im Zeichen der Black-Lives-Matter-Bewegung

Im Rahmen des 100 Tage Action Plans schließt sich das Unternehmen mit Sitz in Großbritannien der Black-Lives-Matter-Bewegung an. Lush Deutschland adaptiert den Plan von der Insel. “Die aktuelle Black-Lives-Matter-Bewegung hat uns aber einen Spiegel vorgehalten, in dem wir erkennen, dass wir noch lange nicht genug unternehmen. Wir müssen zugeben, dass wir bislang keinen inklusiven, sicheren, willkommen heißenden Ort für PoC (People of Colour) und insbesondere schwarze Menschen bieten”, heißt es auf der Homepage des Unternehmens.

Kerninhalte sind die Überprüfung und Weiterbildung der Mitarbeiter sowie die Kontrolle der firmeneigenen Strukturen. “Dementsprechend schauen wir hin und hören zu, um herauszufinden, was wir innerhalb unseres Unternehmens tun können. Wir müssen lernen, wie wir Verbündete für alle Menschen werden, die für systemische Veränderungen in der Gesellschaft kämpfen”, erklärt Lush Deutschland.

“Ein inklusiveres und diverseres Unternehmen”

Mit der Aktion gegen Rassismus und Homophobie möchte sich das Unternehmen auch selbst hinterfragen. “Wir nehmen den 100 Tage Action Plan ernst und werden alles daran setzen, uns zu verbessern, um ein inklusiveres und diverseres Unternehmen zu sein”, schreibt die Kosmetikkette.

RND/nis