Freitag , 23. Oktober 2020
Einsatzkräfte der Polizei stehen vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof, der evakuiert wurde. Quelle: Marcel Kusch/dpa

Verdächtiger nach versuchter Brandstiftung in Düsseldorfer Hauptbahnhof gefasst

Der Düsseldorfer Hauptbahnhof ist am Freitagmorgen geräumt worden. Dort hatte ein Mann eine Scheibe eines Geschäfts eingeschlagen, eine Flüssigkeit verschüttet und dann mit Feuer hantiert. Inzwischen gibt es eine Festnahme.

Düsseldorf. Wenige Stunden nach einer versuchten Brandstiftung im Düsseldorfer Hauptbahnhof hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Der 54 Jahre alte Deutsche sei in der Nähe seiner Wohnanschrift in Düsseldorf festgenommen worden. „Hinweise auf eine politisch oder religiös motivierte Tat haben sich bislang nicht ergeben“, erklärte die Polizei. Eine Einweisung in eine psychiatrische Klinik werde geprüft, hieß es.

Der Hauptbahnhof der Landeshauptstadt war am Freitagvormittag fast zwei Stunden lang gesperrt. Reisende mussten das weitläufige Gebäude verlassen, etwa 30 Züge konnten in der Zeit nicht halten. Vor dem Bahnhofsgebäude warteten Hunderte Menschen auf das Ende der Sperrung.

Bahnhof am Vormittag wieder freigegeben

Der Polizei zufolge ereignete sich der Vorfall bereits um kurz vor 7 Uhr. Nach ersten Ermittlungen hätten sich die Einsatzkräfte entschieden, das Bahnhofsgebäude vorsichtshalber zu evakuieren, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei. Es sei unklar gewesen, “ob noch mehr dahintersteckt”. Die Bundespolizei hatte zunächst davon gesprochen, dass ein Brandsatz in Flammen aufgegangen sei. Die Ermittler wollen nun die Videoaufzeichnungen aus dem Bahnhof auswerten.

Die Bahn erklärte die Sperrung mit einer behördlichen Anweisung. Etwa 20 Minuten lang wurden keine Züge in den Bahnhof hineingelassen, dann konnten Züge zunächst ohne Halt passieren. Die Sperrung des Bahnhofs dauerte nach Polizeiangaben von 8.45 Uhr bis gegen 10.30 Uhr.

RND/dpa