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Das Andechser Bierfest 2022 in Haßloch. Quelle: Maximilian König

Zu Besuch in Deutschlands durchschnittlichstem Dorf: Wie geht es Haßloch in der Krise?

Am Ende des Gottesdiensts, nachdem die Vermählten und Verstorbenen verlesen wurden, wechselt Pfarrer Schmidt-Roscher ins Hochdeutsche. Dabei lautet das Motto des Abends: „Kerch uf pälzisch“. „De Vadder un de Sohn / un ach de Heilisch Geischt“, haben sie gesungen. Doch Schmidt-Roscher ist wichtig, dass ihn jetzt alle in seiner Haßlocher Gemeinde verstehen.

Vom Altar aus fragt er: „Wie geht’s weiter mit dem Heizen?“

Zwei Optionen stehen zur Auswahl, warm und kalt.

Entweder, sagt Schmidt-Roscher, ziehe man für die Abendgottesdienste fortan ins Gemeindehaus. Dort könne geheizt werden. Oder man bleibe in der barocken Lutherkirche, fast 300 Jahre alt, wenig beheizt. „Da sprechen wir höchstens von 14 Grad“, ruft die Vesperin von hinten vorsorglich.

Es kommt zur offenen Abstimmung. Nur zwei der rund 50 Besucher melden sich für die warme Variante. Der Rest will lieber frieren. Schmidt-Roscher bittet um Verständnis – „und warme Kleidung“.

Lieber kalte Kirchenbänke als keine Kirche – ist das die Meinung des Durchschnittsdeutschen?

Hier in Haßloch, Südpfalz, bekommen solche Umfragen besondere Aufmerksamkeit. Von 1986 bis 2021 testeten Unternehmen in den hiesigen Supermärkten und Drogerien ihre Neuheiten. Rund ein Drittel der Haßlocher Haushalte nahm an der Marktforschungsstudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) teil. Mit ihrem Kaufverhalten entschieden sie, welche Produkte es in die Regale der Republik schafften. Ausgewählt wurde die Gemeinde unter anderem, weil sie als besonders durchschnittlich galt. Von der Bevölkerungsstruktur, von den Milieus. Haßloch bildet Deutschland im Kleinen ab.

Deshalb blickt man hierher, wenn man wissen will, wie es dem Land geht. Und das ist angesichts von Inflation, Energiekrise und Ukraine-Krieg derzeit eine ernste Frage. Ein Wochenende im Durchschnittsdorf Haßloch – auf der Suche nach dem deutschen Durchschnittsgefühl.

Das erste große Fest seit Corona

Am Samstagabend, in der Lutherkirche, hatte Pfarrer Schmidt-Roscher seinen Gottesdienst noch mit einer anderen Umfrage begonnen: „Wer hat alles schon ein Bier getrunken?“ Denn: „Heid is nu Andechser.“

Das Andechser Bierfest ist eines der größten Volksfeste der Region, eine Tradition seit 33 Jahren; vor Corona kamen bis zu 70.000 Menschen an vier Tagen in Haßloch zusammen. Nun findet das Fest erstmals seit zwei Jahren wieder in vollem Umfang statt. Das Andechser ist ein erster Stimmungstest für das Dorf: Kommen die Leute trotz Krise?

Rund um den Rathausmarkt stehen Büdchen, es duftet nach Pfälzer Bratwurst und Dampfnudeln, eine bayrische Blaskapelle spielt im Festzelt – so wie jedes Mal.

Und doch ist nicht alles wie früher. An der Bar gibt es „Inflationsshots“ für 1,50 Euro. An manchem Stand kostet die Bratwurst 4,50 statt 4 Euro, der Crêpe mit Nutella 5 statt 4,50 Euro. Und: Erstmals überhaupt wird Eintritt für das Fest verlangt, 3 Euro. Alles wird teurer, rumort es bei manchen Haßlochern – jetzt auch noch das Andechser.

„Wir sind noch frohen Mutes“, sagt ein Knoblauchbrotverkäufer zum Start des Festes. „Aber wir machen uns Sorgen um die finanzielle Situation der Durchschnittsbevölkerung.“

Womit sie in Haßloch – bei aller Tragik der Situation – ja genau richtig wären.

Haßloch, Landkreis Bad Dürkheim, 110 Meter ü.NN., 20.000 Einwohner, aber kein Stadtrecht – auf den Titel „größtes Dorf Deutschlands“ sind sie stolz. 20 Pendel-Autominuten nach Mannheim und Ludwigshafen zu den Schloten der BASF, 50 nach Karlsruhe im Süden.

102 Vereine, 16 Kindergärten, fünf Schulen. CDU-Bürgermeister. Die Straßen säumen Einfamilienhäuser, in der Dorfmitte auch mal Fachwerk, bunt angestrichene Fensterläden und Weinreben, die von Haus zu Haus wachsen. In der Wohnzimmervitrine steht das Dubbeglas, am Zaun die Warnung vor dem Schäferhund. Es gibt fast alle bekannten Supermärkte, einen Hundefriseur und eine Tatortreinigung. Im Telefonbuch stehen zwei Thomas Müller, der häufigste Name Deutschlands. In knapp einer halben Stunde läuft man vom Bahnhof aus einmal durchs Dorf. Unten im Süden, kurz vor dem Wald mit Trimm-dich-Pfad, landet man bei Patrick Gast.

Haßloch ungewöhnlichster Durchschnittsbürger

Gast kommt dem männlichen Durchschnittsdeutschen ziemlich nahe. Er ist 42 Jahre alt (Ø: 43,3 Jahre), er hat eine Tochter (Ø: 1,6 Kinder), wiegt 84 Kilogramm (Ø: 88,7 kg) und ist nur etwas unter 1,80 Meter. Er ist studierter Maschinenbauingenieur, auch sehr deutsch.

Es gibt nur ein Problem in Sachen Durchschnittlichkeit: Gast züchtet und verkauft Korallen. Sie leben mit ihm und seinen Eltern in dem weiß getünchten Einfamilienhaus; ein Dutzend Becken im Keller, ein riesiges 1600-Liter-Aquarium im Wohnzimmer mit mehr als 200 Korallen und 100 Fischen. Wassertemperatur: 24,5 Grad. Das Blaulicht über dem Aquarium strahlt in die Küche herüber.

Gast hat die frisch gewaschenen Haare zum Zopf gebunden, er trägt Bart und ein Piercing oben an der Nasenwurzel. Um ihn herum eine Sodastream-Maschine, eine Alexa-Sprachbox, anthrazitfarbene Schränke. Gast lehnt an der Anrichte, barfuß und mit Kaffeebecher in der Hand – ein entspannter Samstagmorgen.

Doch dann fragt man ihn, wie es ihm geht, wie er die Stimmung wahrnimmt. „Es ist schwierig, an eine positive Zukunft zu denken. Jeder merkt, dass wir ärmer werden“, sagt Gast. „Die Wirtschaftslage mit den Energiekosten ist schon beschissen. Jeder muss gucken.“

Seine Gasrechnung hat sich jüngst mehr als verdoppelt: von 300 auf 735 Euro. Er hat einen automatischen Türschließer fürs Bad gekauft, damit die Heizungsluft nicht mehr so schnell entweicht. Morgens gibt es nur noch zwei Stunden Warmwasser, zwischen sechs und acht Uhr. „Als Arbeiter hat man richtig Angst, wenn die Nachzahlung kommt.“

Gast zählt sich selbst zur gesellschaftlichen Mitte. Er hat Chemikant bei der BASF gelernt, lange im Schichtdienst gearbeitet, erst mit 30 studiert. Für eine Poolfirma aus Hessen zeichnet er Schwimmbäder. Dafür bekommt er 900 Euro und die Sozialversicherung. Den Rest sollen die Korallen bringen – eine Leidenschaft, die ihn seit dem Studium begleitet. Noch mache er damit keinen Gewinn, er reinvestiere alles in die Zucht. Seine Freundin „schafft“ in der Verwaltung einer Hochschule, nur so geht es. Sie hat angefangen, nebenbei Kinderkleidung zu nähen und zu verkaufen.

„Ich arbeite 60 bis 70 Stunden in der Woche – nur für was mache ich das?“, fragt Gast sich.

Eine neue Solaranlage für 25.000 Euro

Die Korallen und ihre Tentakeln leuchten wunderschön – giftgrün, orange, lila –, aber sie zu pflegen verbraucht sehr viel Strom. Etwa 50.000 bis 60.000 Kilowattstunden fressen Strömungspumpen, Blaulichtlampen, Beckenheizung im Jahr. Etwa zwölfmal so viel wie ein durchschnittlicher Haushalt, das weiß er selbst. 1500 Euro zahlt Gast im Monat für Strom.

Erst letzte Woche hat er sich eine Solaranlage installieren lassen, das Gerüst steht noch an der Hausseite. Geplant war ein kleinerer Umfang, kurzfristig hat er entschieden, doch das ganze Dach zu pflastern – „man weiß ja ned was kommt.“ Kostenpunkt: 25.000 Euro.

Jetzt, mit dem Strom vom Dach, möchte er unabhängig vom Energiemarkt werden. Mit der hauseigenen Korallenzucht – „unabhängig vom Weltmarkt sein“. Das ist seine Lehre aus dieser Zeit. Unabhängig sein. Sich nicht mehr auf die Politik verlassen.

Vor allem nicht auf den Wirtschaftsminister. „Ich glaube nicht, dass der das im Griff hat. Meine vierjährige Tochter hat mehr Ahnung als der Robert.“ Zum Andechser will Gast nicht gehen – aus Protest wegen des 3-Euro-Eintrittspreises. Er habe erste Videos vom Fest gesehen: „Im Vergleich zu früher war da nichts los.“

Auf dem Bierfest fällt der für Samstag angesagte Talentwettbewerb aus. Nicht, dass es im durchschnittlichen Haßloch keine Talente gäbe – es sind schlicht zu wenig Besucherinnen und Besucher da.

Die Krisenanzeichen, sie verdichten sich überall in Haßloch. Die Tafel nimmt seit dem Frühjahr keine neuen Haushalte auf. Das Handballderby der TSG Haßloch gegen Friesenheim-Hochdorf, normalerweise ein Kassenschlager, ist nicht ausverkauft. Überhaupt die Energiekosten für die eigenen Sporthallen. Wenn keine Hilfe komme, sei man bald tot, sagt der TSG-Vorsitzende.

„Das dicke Ende kommt erscht noch“

Auf dem Bierfest zählt Bürgermeister Tobias Meyer nach dem Fassanstich auf, womit seine Gemeinde alles zu kämpfen hat: steigende Baukosten für Kitas, Unsicherheit über die Unterbringung Geflüchteter, die Energiekosten, klar. Durchschnittsdorf für die Marktforschung sind sie auch nicht mehr. Manche Politikerkollegen glaubten, er hüte in Haßloch den Stein der Weisen, sagt Meyer. Doch sie haben die Probleme wie überall auch.

Das ist die Tragik der gegenwärtigen Lage, man findet sie in ganz Deutschland. Haßloch erwacht aus der Corona-Starre, Feste finden wieder statt – doch die nächste Krise hat schon begonnen.

Haßlochs einziger DJ, der unter dem schönen Titel „Alleinunterhalter“ firmiert, erzählt am Telefon, die Leute wollten nun wieder feiern. Er und viele Kollegen seien ausgebucht. Auch der Leiter der Haßlocher Tanzschule berichtet von hoher Nachfrage. Beide nennen denselben Grund: Jetzt noch mal Party machen, solange es noch geht. Es ist diese angespannte Zwischenzeit zwischen den Krisen, vor dem Winter. „Das dicke Ende kommt erscht noch“, sagt die Verkäuferin in der Bäckerei.

Lange Zeit herrschte im Dorf Überfluss, zumindest in den Supermarktregalen. Zu Zeiten des „Testmarkts“ wie das GfK-Projekt offiziell hieß. 3400 Haßlocher Haushalte nahmen an der Marktforschung teil. Dafür bekamen sie ein Abo der Hörzu-Fernsehzeitschrift mit angepassten Anzeigen, im Fernsehen wurden extra für sie neue Werbespots eingeblendet. Fast jeder erinnert sich an ein Produkt, das hier zuerst eingeführt wurde: Bifi Carazza, Nutella-to-go. Kauften Haßlocher das neue Shampoo, hatte es bald ganz Deutschland. Handelsvertreter klapperten die Regale ab, auf der Suche nach Produkten der Konkurrenz. Manche Haßlocher sollen Neuware bei Ebay verkauft haben.

Die bekanntesten der Haßlocher Testkäufer leben in einem gelben Reihenhaus, zwei Autos in der Einfahrt. Bettina, 60, und Giuseppe Finco, 59, haben zum Mittagessen an ihren Wohnzimmertisch eingeladen, es gibt Spaghetti mit Tomatensoße und Burrata. Dazu Holunderschorle und Sekt – „aber alkoholfrei“, sagt Bettina Finco. Sie ist Haßlocherin, ihr Mann Stuttgarter mit italienischen Wurzeln. Fincos essen Spaghetti ohne Löffel.

Wenn sie Presseanfragen zu Haßloch erhielten, schickte die GfK Journalisten oft zu ihnen. Damit sie erzählten, wie das so sei, als Testkäufer im Musterdorf. Auch ihre GfK-Karte hat Bettina Finco noch, sie ist leicht abgegriffen. Bei jedem Einkauf wischte Finco sie über einen Scan und registrierte so die Waren.

Zu Besuch bei den Vorzeigehaßlochern

Glastüren führen in das helle Wohnzimmer, Holzfußboden, an der Wand Weinregal, kleine Minibar, Holzvitrine. Auf dem Couchtisch liegt immer noch die Hörzu. Blick nach draußen auf Terrasse und Garten. Ist das hier die typische Mittelschicht?

„Vielleicht ein bissel höher – uns geht es schon ziemlich gut“, sagt Giuseppe Finco. 48 Prozent der Deutschen lebten zur Miete, sagt er, 52 Prozent im Eigentum. Nächstes Jahr haben sie das Haus abbezahlt. „Wir müssen Gott sei Dank nicht jeden Euro umdrehen“, sagt Bettina Finco. Sie ist Hausfrau, ihr Mann kaufmännischer Angestellter. Für seine Berufsgruppe – Einkauf und Vertrieb – weist der Entgeltatlas der Arbeitsagentur ein Medianeinkommen von 4932 Euro aus – der Gesamtmedian liegt bei 3516 Euro.

Aber natürlich überlegen sie nun auch, wie sie Energie sparen können. Giuseppe Finco holt ein Blatt Papier. Er hat die Stromverbräuche der vergangenen zehn Jahre ausgedruckt. 2012: 4164 kWh. Letztes Jahr: 3300 kWh. Aktuell: 2185 kWh.

Aber Fincos fragen sich: Was, wenn Strom sich verdoppelt, Gas sich vervierfacht?

Sie wollen vorbeugen. Fürs Garagendach haben sie eine Solaranlage bestellt, Südseite, rund 600 Watt zusätzlich. „Das reicht vielleicht für Fernseher und Föhn“, sagt Guiseppe Finco. „Aber nicht für die Waschmaschine.“ „Immerhin haben wir den Kamin zum Heizen, so sind wir schon mal nicht nackig“, sagt Bettina Finco.

Fincos sind freundliche Menschen. Sie lachen viel und herzlich. Wenn sie an die aktuelle Situation denken, seufzen sie fast parallel. „Eigentlich wollten wir es jetzt krachen lassen,“ sagt er. Die Töchter, 28 und 30, sind aus dem Haus. Bettina Finco hat sich im letzten Jahr einen „Lebenstraum“ erfüllt, er steht unter dem hellen Carport: ein Audi TT, mehr als 200 PS. „Den zu fahren, bringt richtig Spaß“, sagt sie. „Und der verbraucht auch nur 7,9 Liter“, sagt er.

Gefühlt sind sie aber noch nicht richtig durchgestartet. „Erst Krieg, dann Krise“, sagt sie. „Corona ist auch noch nicht vorbei“, sagt er. Im Frühjahr starb ihr Hund nach 14 Jahren. „Man merkt, die Stimmung ist nicht mehr so unbeschwert“, sagt Bettina Finco. „Die Russ’“, die „Chines’“ – und zwischendurch war ja auch noch „der Donald“.

Jahrelang mussten auch sie gucken, dass sie das Geld beisammenhalten. „Jetzt haben wir Geld. Aber es gibt nichts mehr zu kaufen“, sagt er. Die Tochter wollte neulich ein neues Auto haben, musste mit einem Gebrauchten vorliebnehmen. Letztens haben Fincos geerbt. „Aber es ist traurig, dass man das für solche Sachen zurücklegen muss“, sagt sie, und meint die Energiepreise.

Das Besondere fehlt

Anfang des Jahres stellte die GfK dann die Marktforschung ein. Journalisten kommen keine mehr. Früher hieß es von den Kollegen: „Mensch, Finco, bist im Fernsehen“, sagt er. „Jetzt kann ich nicht mehr damit angeben, dass ich Testkäufer bin. Wir sind jetzt nur noch Haßloch.“

Nur noch Haßloch. Das klingt wirklich ziemlich durchschnittlich. Fehlt das Besondere?

Das Andechser ist besonders, ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Am Samstagabend gewittert es, die Bands auf den Bühnen müssen unterbrechen. Am Sonntagmorgen Nieselregen zum Weißwurschtfrühstück. Bürgermeister Meyer dreht eine Runde, erkundigt sich bei den Ständen. Am Freitag, sagt er, habe es 10 bis 15 Prozent weniger Besucher als sonst gegeben. Die genauen Zahlen stehen noch aus. Aber allen ist klar, dass weniger los war als in den Jahren vor der Pandemie.

Haßloch ist ernüchtert. Die, die jahrelang auf neue Produkte geachtet haben, müssen jetzt auf die Preise achten. Vielleicht hat daraufhin auch die Bierumfrage von Pfarrer Schmidt-Roscher in der Lutherkirche hingedeutet. Auf seine Frage, wer denn schon alles eins getrunken habe, hat sich keiner gemeldet. Obwohl die Deutschen umgerechnet doch angeblich 250 Milliliter täglich trinken.

Beim Pfälzisch-Gottesdienst haben sie anschließend ein Lied gesungen. Eine Strophe beginnt mit: „Es blieht das Land, es is e Pracht / mehr schaffen fleissich, Daach un Nacht / fer Glick un gude Zeite. / Der Wohlstand, wu mer sich ersehnt.“ Nachgedichtet in Pfälzer Mundart, nach dem Original von Paul Gerhardt von 1653. Es klingt wie aus einer anderen Zeit.

Von Maximilian König/RND