Samstag , 3. Dezember 2022
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Der gewaltsame Tod einer jungen Frau nach einem Clubbesuch hält die Polizei im oberbayerischen Landreis Rosenheim in Atem. Quelle: Carsten Rehder/dpa

23-Jährige nach Clubbesuch getötet – Soko ermittelt

Aschau im Chiemgau/Prien am Chiemsee. Eine junge Frau aus dem oberbayerischen Landkreis Rosenheim ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Die 23-Jährige aus Aschau im Chiemgau habe am Sonntagabend einen örtlichen Musikclub besucht und sei danach gewaltsam ums Leben gekommen, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Dienstag mit.

Rechtsmediziner hätten bei ihren Untersuchungen eindeutige Spuren festgestellt, die auf eine äußere Gewalteinwirkung schließen ließen und somit ein Tötungsdelikt belegten. Einzelheiten dazu nannte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Bei der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim wurde die Sonderkommission „Club“ eingerichtet. Rund 40 Ermittlerinnen und Ermittler führen unter Leitung der Staatsanwaltschaft die Untersuchungen.

Passant fand die Leiche der jungen Frau in der Prien

Die Frau habe gegen 02.30 Uhr am frühen Montagmorgen den Club namens Eiskeller verlassen. „Das konnten wir bereits rekonstruieren“, sagte Polizeisprecher Stefan Sonntag. Ein Passant hatte die Leiche der Frau nachmittags gegen 14.30 Uhr flussabwärts in der Prien entdeckt und die Behörden verständigt. Der Fundort im Priener Ortsteil Kaltenbach ist etwa zehn Kilometer von dem Club in Aschau entfernt.

Die Hintergründe des Todes der jungen Frau sind nach Angaben des Sprechers noch völlig unklar. In dem Club, den am Abend mehrere Hundert Menschen besucht hatten, seien auch mehrere Bekannte der Frau gewesen. Man setze nun auch auf Beobachtungen der Clubgäste. Eine offene Frage ist laut Polizei auch, ob die 23-Jährige in Begleitung war.

Am Dienstagnachmittag suchte ein Großaufgebot der Polizei im Umkreis von Aschau im Chiemgau nach Spuren. Unter anderem fehlten noch immer die schwarze Umhängetasche und die schwarze Lederjacke der Frau. Mehr als 100 Polizeibeamte waren im Einsatz. Auch Diensthunde waren den Angaben zufolge zeitweise beteiligt.

Die Polizei rief Zeugen auf, sich zu melden und richtete ein Hinweistelefon ein.

RND/dpa