Donnerstag , 1. Oktober 2020
Menschen stehen vor einem geplünderten Geschäft in Stuttgart. (Archivfoto) Quelle: Julian Rettig/dpa

Nach Krawallen: Videoüberwachung in Stuttgart beschlossen

Nach den Krawallen will die Stadt Stuttgart aufrüsten: 30 Kameras sollen künftig die Orte beobachten, auf denen die Polizei zuletzt am meisten zu tun hatte. Jetzt ist die letzte Hürde dafür genommen.

Stuttgart. Als Reaktion auf die Krawalle in Stuttgart im Juni werden künftig an Wochenenden zentrale Plätze der Innenstadt mit einer Videoüberwachung kontrolliert. Das hat der Gemeinderat am Mittwochabend entschieden. „Der Beschluss macht den Weg frei, auf städtischen Flächen rund 30 Kameras zu installieren“, teilte die Stadt Stuttgart mit.

Geplant sei eine Beobachtung in den Nächten auf Samstag, auf Sonntag und vor Feiertagen jeweils von 20 bis 6 Uhr. Die Maßnahme soll rund eine Million Euro kosten. Wann die Kameras in Betrieb gehen, ist noch unklar. Ob die Überwachung jeweils fortgesetzt wird, soll der Gemeinderat halbjährlich neu entscheiden.

Rund 50 Verdächtige nach Krawallen ermittelt

Nach den Ausschreitungen in der Innenstadt hat die Polizei bislang nach eigenen Angaben rund 50 Tatverdächtige identifiziert. Gegen etwa jeden zweiten wurde Haftbefehl erlassen. Rund 75 Beamte versuchen weiterhin, Verdächtige zu ermitteln, die sich an den Ausschreitungen und Plünderungen in der Nacht zum 21. Juni beteiligt haben.

RND/dpa