Samstag , 31. Oktober 2020
Menschen in einem Brunnen in Paris. (Archivfoto) Quelle: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Temperaturen um 40 Grad: Hitzewelle rollt auf Frankreich zu

Wegen der Gluthitze ruft der französische Wetterdienst Météo France für mehrere Départements die zweithöchste Warnstufe aus. Am Freitag dürfte das Thermometer in Teilen des Landes auf bis zu 40 Grad steigen. Der Temperaturrekord aus dem vergangenen Jahr wackelt aber noch nicht.

Paris. Auf Frankreich rollt eine Hitzewelle zu. Der französische Wetterdienst Météo France rief am Mittwoch wegen der hohen Temperaturen für mehrere Départements die zweithöchste Warnstufe aus. Für Freitag würden in großen Teilen des Landes Temperaturen zwischen 36 und 40 Grad erwartet, lokal können nach Angaben des Wetterdienstes auch bis zu 41 Grad erreicht werden. Auch für die Hauptstadt Paris wurde für Freitag mit rund 39 Grad gerechnet. Bereits am Donnerstag könnten im Südwesten bis zu 40 Grad erreicht werden, wie Météo France mitteilte.

In sechs Départements im Südosten des Landes müsse wegen der Hitze besondere Wachsamkeit herrschen, erklärte der Wetterdienst. Auch in 47 weiteren Départements sollten die Menschen wegen der hohen Temperaturen besonders achtsam sein. In dem an Deutschland grenzenden Département Bas-Rhin wurde vor Trockenheit und einem damit verbundenen hohen Risiko für Waldbrände gewarnt. Die hohen Temperaturen könnten Brände begünstigen, erklärte die zuständige Präfektur.

46 Grad im vergangenen Jahr gemessen

Frankreich war vor gut einem Jahr von einer Hitzewelle mit Rekordtemperaturen heimgesucht worden. Im südfranzösischen Ort Vérargues im Département Hérault waren nach Angaben des Wetterdienstes am 28. Juni 46 Grad gemessen worden. In mehreren Orten im Süden wurde außerdem die 45-Grad-Marke geknackt.

Die „canicule“, wie die Franzosen die sommerliche Gluthitze nennen, hatte im Juni und auch Juli 2019 Teile des öffentlichen Lebens komplett lahmgelegt. Tausende Kinder hatten hitzefrei, weil Schulen geschlossen blieben. In der Hauptstadt Paris galten wegen der hohen Ozonbelastung Auto-Fahrverbote.

RND/dpa