Samstag , 26. September 2020
Der Junge “wehrte sich mit Händen und Füßen”, so die Polizei. Quelle: imago images/Ralph Peters

Betrunkener Elfjähriger tritt Polizisten die Nase blutig

Als Polizisten in Nürnberg einen vermissten Elfjährigen nach Hause bringen wollen, beleidigt er sie und tritt einem der Beamten “mit voller Wucht” ins Gesicht. Schnell wird klar: Der Junge ist betrunken. Eine Strafe droht ihm trotzdem nicht.

Nürnberg. Ein vermisster elfjähriger Junge hat einem Polizisten in Nürnberg die Nase blutig getreten. Eine Strafe droht dem Kind, das betrunken war, allerdings nicht.

Der Elfjährige wurde in der Nacht zu Dienstag von seiner Betreuungseinrichtung als vermisst gemeldet. Wenig später fand die Polizei das Kind in einem Nürnberger Park mit seinen Freunden – er war betrunken. Die Beamten wollten ihn daraufhin zurück in die Einrichtung bringen, doch der Junge versteckte sich im Gebüsch. Als die Polizisten ihn schließlich zu fassen bekamen, beleidigte und bedrohte er sie. Er habe sich laut Polizei “mit Händen und Füßen” gewehrt.

Kein Ermittlungsverfahren

Im Streifenwagen trat der Junge dann einem Polizisten “mit voller Wucht” ins Gesicht – dessen Nase fing an zu bluten. Diesen Moment nutzte das Kind für einen Fluchtversuch, der jedoch misslang. Die Beamten riefen daraufhin einen Krankenwagen, weil der Junge so stark betrunken war. Ihn erwartet laut Polizei kein Ermittlungsverfahren, weil er noch nicht strafmündig ist.

RND/am