Donnerstag , 22. Oktober 2020
Ein Bernhardiner auf einem Berg (Symbolbild). Quelle: picture alliance / prisma

Bernhardinerhündin muss von Englands höchstem Berg gerettet werden

Auf Englands höchstem Berg, dem Scafell Pike, möchte eine Bernhardinerhündin nicht mehr weitergehen. Ihr muss von insgesamt 16 Rettern geholfen werden, um wieder unten anzukommen. Bernhardiner zählen zu Hunderassen, die Lawinenopfer finden und ihnen das Leben retten.

Lake District. Die Bergwacht musste auf Englands höchstem Berg, dem Scafell Pike, am Freitag eine ungewöhnliche Rettungsmission starten. Es saß kein Mensch fest, sondern ein Bernhardiner.

Die Hündin Daisy war mit ihren Besitzern beim Abstieg einfach sitzen geblieben und rührte sich keinen Meter mehr. Als es dunkel wurde, verständigten die Besitzer die Bergwacht, die das Tier retten sollten, weil es offensichtlich unter Schmerzen litt, berichtet die Bergwacht vom Lake Distrikt auf Facebook. Eine der beteiligten Personen hielt den teilweise durch die natürlichen Gegebenheiten erschwerten Abstieg auf Video fest.

Ein Team aus 16 Rettern hilft

Ganze 16 Retter gingen in der Folge zu Daisy. Sie stellten sich bei ihr vor, verabreichten ihr Schmerzmittel und gaben ihr Leckerlis. Dann hob das Team die 55 Kilo schwere Hündin auf eine Trage und begann mit dem Abstieg. Nach fünf Stunden kamen die 16 Retter mit dem Tier an. Daisy war noch schwach auf den Beinen, freute sich aber, wieder bei ihren Herrchen zu sein.

“Offensichtlich schämte sie sich ein bisschen und hatte das Gefühl, ihre Cousins aus den Alpen enttäuscht zu haben”, heißt es etwas scherzhaft in der Mitteilung der Bergwacht. Bernhardiner zählen zu Hunderassen, die Lawinenopfer finden und ihnen das Leben retten.

RND/nis