Samstag , 26. September 2020
Das Auto steht nach dem Zusammenstoß mit einer Menschengruppe an einem zerstörten Briefkasten. Quelle: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerer Unfall in Berlin: Obdachloser in Lebensgefahr – Unfallwagen gestohlen?

Nach dem schweren Unfall in Berlin, bei dem ein Mann in eine Menschenmenge gerast war, schwebt ein Obdachloser noch in Lebensgefahr. Die Zustände der beiden weiteren Schwerverletzen haben sich laut Polizei verbessert. Nun steht auch die Frage im Raum, ob der Unfallwagen gestohlen war.

Berlin. Nach dem schweren Autounfall am Berliner Bahnhof Zoo wird ein Obdachloser weiter auf einer Intensivstation betreut. Sein Zustand sei noch immer kritisch, er sei nicht ansprechbar, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Wer der Schwerverletzte ist, sei bislang nicht bekannt.

Am Sonntagmorgen war ein 24-Jähriger mit einem Wagen in eine Menschengruppe gerast. Er war laut Polizei viel zu schnell unterwegs und hatte die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Drei Obdachlose wurden schwer verletzt. Der Mann auf der Intensivstation war laut Feuerwehr unter dem Auto eingeklemmt worden und musste nach der Bergung reanimiert werden. Drei Passanten erlitten leichte Verletzungen.

Ein weiterer Schwerverletzter ist laut Polizei inzwischen ansprechbar und seine Identität konnte geklärt werden. Der 44-jährige Deutsche sei nun befragt worden. Der dritte Obdachlose ist 32 Jahre alt und konnte mittlerweile ebenfalls zu dem Unfall befragt werden.

Unfallwagen gestohlen?

Möglicherweise gehörte der Unfallwagen laut Polizei nicht dem Fahrer. Es sei eine Anzeige wegen Kraftwagendiebstahls gestellt worden, sagte der Sprecher. Zudem werde nun gegen den 24-Jährigen auch wegen Fahrens ohne Führerschein ermittelt. Nach RBB-Informationen soll der Fahrer nach einem Streit mit seiner Ex-Freundin ohne gültige Fahrerlaubnis und mit einem fremden Wagen unterwegs gewesen sein. Dazu äußerte sich die Polizei nicht.

RND/dpa