Montag , 21. September 2020
Buchen ragen in einem Wald in die Höhe. Quelle: Arne Dedert/dpa

Paar heiratet im Wald, um Reisebeschränkungen zu umgehen

Die Durchführung von Hochzeiten gestaltet sich während der Corona-Krise schwierig. Noch komplizierter ist eine Eheschließung eines internationalen Paares. Eine norwegische Braut und ihr schwedischer Bräutigam haben allerdings ein Schlupfloch gefunden.

Stockholm. Zahlreiche Hochzeiten werden in der Corona-Krise abgesagt. Nur wenige Gäste dürften an der Zeremonie und der anschließenden Feier teilnehmen. Noch schwieriger gestaltet sich das für internationale Paare. Die hohen Reisebeschränkungen machen es noch komplizierter. Doch eine norwegische Braut und ihr schwedischer Bräutigam haben ein Schlupfloch gefunden, wie sie ihre Ehe sogar mit Familie und Freunden schließen konnten.

“Wir wollten das Datum nicht ändern. Wir wollten einfach heiraten”, sagte die Norwegerin Camilla Øyjord gegenüber der BBC. Ihr Mann Alexander Clern soll von ihrer zuerst scherzhaft gemeinten Idee, im Wald zu heiraten, völlig begeistert gewesen sein. Sie wollte sich aber nicht zwischen den Bäumen verstecken, sondern genau an der Grenze der beiden Länder heiraten.

Weißes Band als Grenze

Die Braut und ihre Gäste standen auf der norwegischen Seite, der Bräutigam und seine Gäste waren in Schweden. Als Grenzmarkierung diente ein weißes Band, das zwischen Bäumen befestigt war. Im Anschluss an die Trauung durften die Hochzeitsgäste zusammen anstoßen – alles unter den Augen von zwei wachsamen Polizisten. “Sie haben höflich gefragt, ob sie dazukommen können. Wir haben es ihnen natürlich erlaubt”, erklärt die Braut der BBC. Eingreifen mussten die Gesetzeshüter aber nicht.

RND/nis